Nach Krisengipfel grünes Licht für Hockenheim

11. März 2006, 17:45
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Der GP von Deutschland wird auch 2006 auf der Krisen-Strecke gefahren - Einigung auf Finanzkonzept, soll Insolvenz verhindern

Stuttgart - Der Große Preis von Deutschland, Fixpunkt des Formel-1-Grand Prix-Kalenders, wird trotz eines hohen Schuldenberges auch 2006 wieder am Hockenheimring gefahren werden. Das wurde bei einem Krisen-Gipfeltreffen am Freitag in Stuttgart beschlossen. Vertreter des Landes Baden-Württemberg, der Stadt Hockenheim und der zuständigen Banken einigten sich einvernehmlich auf ein Konzept, das den GP-Kurs vor dem Finanzkollaps retten soll.

"Wir haben eine gute Chance, dass die Insolvenz von Hockenheim vermieden wird", sagte der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Günther Oettinger. Oettinger bestätigte, dass Gespräche mit Bernie Ecclestone über mittel- bis langfristige Perspektiven geführt werden. Ziel ist es, entweder die jährlich ansteigenden Lizenzgebühren (2006 sollen es 16 Mio. Euro sein) zu drosseln oder nur noch alle zwei Jahre ein Formel-1-Rennen auf dem Hockenheimring durchführen zu lassen. Ein jährlicher Wechsel mit dem Rennen am Nürburgring steht damit im Raum.

Somit dürfte auch die Gefahr gebannt sein, dass nach dem bereits abgesagten Großen Preis von Belgien am 17. September in Spa-Francorchamps ein weiterer der ursprünglich insgesamt 19 WM-Läufe aus dem diesjährigen Kalender gestrichen werden muss. Der GP in Hockenheim soll am 30. Juli gefahren werden. (APA/dpa)

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