Spritpreise dämpfen Lust aufs Autofahren

16. März 2006, 16:28
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Sechs von zehn Österreichern schränken sich wegen der hohen Treibstoffpreise beim Autofahren ein, am sparwilligsten sind Amerikaner

Wien - Vor allem weniger Autofahrten und Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel - mit diesen Rezepten reagieren die Österreicher auf die hohen Spritpreise, wie eine Internet-Umfrage des Marktforschungsinstituts ACNielsen ergab.

Laut der Studie, die am Freitag veröffentlicht wurde, fühlen sich mehr als ein Drittel (35 Prozent) der Befragten in Österreich durch die gestiegenen Treibstoffkosten "stark" und 45 Prozent "ein wenig" beeinträchtigt. Die Konsequenz: 60 Prozent der Befragten geben an, auf Grund der hohen Benzinpreise weniger Auto zu fahren.

Einsparungen bei Lebenserhaltungskosten

51 Prozent wollen Besorgungen und Wege besser koordinieren, je ein Viertel der Befragten will bei anderen Lebenserhaltungskosten einsparen und häufiger öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Ein sparsameres Fahrzeug wollen sich 11 Prozent der Befragten zulegen, für je 3 Prozent ist Car-Sharing oder der vollständige Umstieg aufs Fahrrad eine Option.

Vergleich Europa und USA

Die Zahlen basieren auf einer globalen Umfrage vom November 2005, in der 23.500 regelmäßige Internet-Benutzer in 42 Ländern befragt wurden. Im Regionen-Vergleich zeigen sich erstaunliche Unterschiede: So fühlen sich in Nordamerika 38 Prozent aller Befragten stark vom Anstieg der Benzinpreise betroffen, von den Europäern trotz höherer Spritpreise aber nur 32 Prozent. In Österreich sind es immerhin 35 Prozent.

Außerdem geben 63 Prozent der befragten Nordamerikaner an, wegen der höheren Kraftstoffpreise weniger mit dem Auto fahren zu wollen. In Europa wollen nur 45 Prozent der Befragten seltener ins Auto steigen, in Lateinamerika magere 32 Prozent. Österreich liegt mit 60 Prozent bei den sparwilligen Autofahrern im Spitzenfeld.

Auf bessere Abstimmung von Wegen und Besorgungen setzen 66 Prozent der Nordamerikaner und 51 Prozent der Österreicher, aber nur 37 Prozent aller Europäer. Unterdurchschnittlich schneiden die Österreicher hingegen beim Umstieg auf Car-Sharing ab. Darin sehen nur 3 Prozent der Landsleute, aber 8 Prozent der Europäer eine Alternative. (APA)

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    Laut Studie fühlen sich mehr als ein Drittel der Befragten in Österreich durch die gestiegenen Treibstoffkosten "stark" und 45 Prozent "ein wenig" beeinträchtigt.

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