A380: Tragfläche bei Test gebrochen

12. März 2006, 19:43
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Die für Ende des Jahres geplante Auslieferung der ersten Airbus-Superjumbos werde dadurch aber nicht verzögert, heißt es

London - Bei einem Statik-Test ist ein Flügel des neuen Airbus-Großraumflugzeugs A380 gebrochen. Die für Ende des Jahres geplante Auslieferung der ersten Superjumbos werde dadurch aber wohl nicht verzögert, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. "Es gab einen Bruch", sagte eine Airbus-Sprecherin.

Es gebe eine ganze Reihe von Tests und Belastungsgrenzwerten für ein Flugzeug, sagte die Sprecherin weiter. Bei dem jetzt erfolgten Versuchslauf sei die Tragfläche der maximalen Belastung, dem so genannten "ultimate load" ausgesetzt worden. Dieser Wert liege beim 1,5-fachen des Standardwerts, des so genannten "limit load". Dieser deckt die Belastungen ab, denen ein Flugzeug bei normalem Flugbetrieb ausgesetzt ist. Bei dem Test sei jetzt das 1,45-fache des "limit load" erreicht worden.

Insgesamt zufrieden

Airbus sei insgesamt mit dem Verlauf der Tests zufrieden. Die doppelstöckige A380 ist das Flaggschiff von Airbus und das größte Passagierflugzeug der Welt. Eine der Test-Modelle soll kommende Woche bei einer Flugschau in Singapur fliegen.

Die Aktie des Mutterkonzerns EADS reagierte mit herben Verlusten im Frankfurter Parkett-Handel. Das Papier gab zwischenzeitlich um rund 15 Prozent nach, erholte sich dann aber wieder etwas und stand zum Handelsschluss auf dem Parkett mit 8,10 Prozent im Minus bei 28,70 Euro.

Keine Verzögerung

Die geplante Auslieferung der ersten Maschinen Ende des Jahres sei nicht in Gefahr. Wenige Wochen nach dem Jungfernflug des doppelstöckigen A380 Ende April vergangenen Jahres hatte Airbus die Auslieferung bereits um einige Monate unter anderem wegen Zulieferer-Schwierigkeiten verschieben müssen. Einigen Kunden gewährte der Flugzeugbauer dafür eine Entschädigung.

Ein weiterer wichtiger Meilenstein bei der Erprobung des Luftgiganten dürfte der Evakuierungstest sein: Binnen 90 Sekunden müssen 873 Passagiere und Besatzungsangehörige den Jet verlassen haben. Andernfalls erhält das Flugzeug keine Zulassung durch die internationalen Luftfahrtbehörden. Branchenkreisen zufolge könnte dieser Test Ende März stattfinden. (APA)

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    Airbus zeigte sich insgesamt aber mit dem Verlauf der Tests zufrieden.

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