Aktion Kritischer SchülerInnen befürchtet "Raucher-Ausnahmen"

15. März 2006, 14:22
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Für Bundessschulsprecher ist Rauchverbot "in Ordnung" - Zigarette in Stresssituationen soll aber erlaubt sein

Wien - Da dieses in allen öffentlichen Gebäuden gelte, sollten die Schulen keine Ausnahme machen. Wichtig sei vor allem, dass laut Gesetz das Verbot für Schüler und Lehrer gleichermaßen gelte, so der Bundesschulsprecher Istvan Deli gegenüber der APA: "Sonst wäre das unfair." Genau eine solche Ungleichbehandlung befürchtet aber Ingrid Gogl, Vorsitzende der SP-nahen Aktion Kritischer SchülerInnen (AKS).

"Auge zu" für LehrerInnen

"Wir wehren uns nicht gegen das Rauchverbot an sich", so Gogl. In vielen Schulordnungen sei ein solches ohnehin schon festgehalten gewesen. "Tragisch" wäre es aber, wenn die Lehrer als Kontrollorgane dies zwar bei den Schülern exekutieren, bei sich selbst aber ein Auge zudrücken würden - wie etwa beim Alkoholverbot: "Bei Schulveranstaltungen gilt sowohl für Lehrer als auch für Schüler Alkoholverbot - manche Lehrer trinken aber trotzdem." Ein ähnliches Bild zeige sich auch bei der Hausschuhpflicht.

Erlaubnis für Zigarette in "Stresssituationen"

Für "Extremsituationen" wünscht sich aber etwa auch Deli Ausnahmen. So sollte etwa Maturanten während der Reifeprüfung an der Schule erlaubt werden, zum "Stressabbau" eine Zigarette zu rauchen. "Da werden wir aber in Absprache mit den Schule jeweils eine Lösung finden." (APA)

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