VeriSign setzt auf österreichisches Know-how

1. März 2006, 17:11
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Kauf von 3united soll US-Telekomkonzern beim Ausbau des Geschäftskundenbereiches helfen

Wien - Der US-Telekomkonzern VeriSign will das Geschäft im Business-to-Business-Bereich (B2B) ausbauen und verstärkt Osteuropa erobern. Österreich sei in beiden Bereichen ein führendes Land, daher habe man sich entschieden, hier einzusteigen, begründete VeriSign-Vizechef Vernon L. Irvin am Donnerstag den kürzlich erfolgten Kauf des österreichischen Mehrwertdiensteanbieters 3united. Bereits jetzt mache VeriSign mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb der USA.

Hauptsitz in Wien bleibt erhalten

VeriSign bezahlte für die österreichische Firma 55 Millionen Euro. Die Mitarbeiter das Management und der Hauptsitz in Wien bleiben erhalten, über die Marke wird noch nachgedacht, so Irvin. Für die Geschäftspartner von 3united soll sich nichts ändern. 3united wurde 1999 in Wien gegründet und erreicht heute über mehr als 50 Netzwerkpartner 400 Millionen Mobilfunkkunden weltweit

Das bisher in Privatbesitz befindliche Unternehmen erzielte 2005 nach Eigenangaben einen Nettoumsatz von 8,4 Millionen Euro, das Vorsteuerergebnis (Ebit) betrug 3,2 Millionen Euro. Die Wiener beschäftigen etwa 100 Angestellte und haben Büros in den Vereinigten Staaten, Russland, Tschechien, Kroatien, Rumänien sowie der Ukraine. 3united-Marketingvorstand Andreas Wiesmüller erwartet sich in Südosteuropa ein "massives Wachstum", angestrebt im zweistelligen Bereich. Dazu sucht das Unternehmen noch lokale Partner. In Österreich ist der Mehrwertdiensteanbieter auf der Suche nach Mitarbeitern. (APA)

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