Stechen zwischen Andritz und Cross

2. März 2006, 13:12
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Der Verkauf der VA Tech Hydro geht in die letzte Runde: Die Andritz AG und die Cross-Gruppe um den Steirer Pierer haben verbindliche Angebote gelegt

Wien - Im Wettlauf um die VA Tech Hydro wird es voraussichtlich eine allerletzte Runde geben. Offenbar will Siemens die beiden verbliebenen Bieter, die börsenotierte Grazer Maschinenfabrik Andritz und das Cross-Konsortium von KTM-Großaktionär Stefan Pierer, in einem Stechen gegeneinander antreten lassen.

Preis-Poker

Damit wäre offen, ob der deutsche Elektro-Multi noch diese Woche entscheidet, an wen die Kraftwerkssparte der VA Tech geht. Angeblich will Siemens mit einem Stechen noch möglichst viel beim Preis herausholen. Bei Siemens selbst hält man sich bedeckt: "Kein Kommentar", hieß es am Mittwoch.

Seit Dienstag liegen den Münchnern zwei verbindliche Kaufangebote vor. Nochmals beworben haben sich die Andritz-Gruppe und die Cross Industries (mit Porr, UIAG und dem steirischen Ex-Landesrat Herbert Paierl als Partner). Ausgestiegen ist hingegen der Energieanlagenbauer Impsa, die Argentinier haben auf die Abgabe eines weiteren Offerts verzichtet.

Bereits seit fünf Monaten läuft der Verkaufsprozess für die Hydro, die weltweit rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt und 2005 an die 800 Mio. Euro Umsatz erzielte. Siemens muss die Hydro auf Druck der EU-Wettbewerbshüter bis 13. März verkaufen. Das war die Auflage für die Übernahme des VA-Tech-Konzerns im Vorjahr. (APA)

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