Gerichtsurteil untersagt Schönbrunn Diffamierung des Tierschutzvereins

5. März 2006, 20:42
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Handelsgericht erließ einstweilige Verfügung wegen kreditschädigender Veröffentlichungen im "Fall Mongu"

Wien - Der "Fall Mongu", bei dem der Österreichische Tierschutzverein (ÖTV) dem Tiergarten Schönbrunn im vergangenen November vorgeworfen hat, das zweijährige Elefantenbaby Mongu "gefoltert" zu haben, hat nun ein erstes Gerichtsurteil nach sich gezogen. Wie der ÖTV am Mittwoch mitteilte, hat das Handelsgericht Wien dem Tiergarten untersagt, diffamierende Äußerungen in Richtung des ÖTV zu tätigen.

Konkret beziehe sich diese einstweilige Verfügung auf Aussagen des Wiener Zoos zum Fernsehauftritt von ÖTV-Präsident Erich Goschler in "Willkommen Österreich". Laut Tierschützern hätten Schönbrunnvertreter Goschlers Worte "durch geschickte Auslassungen und Hinzufügungen völlig verdreht" und es sei ein falscher Eindruck vom ÖTV und seinem Präsidenten entstanden. Das Handelsgericht habe festgestellt, dass "diesbezügliche Veröffentlichungen des Tiergartens kreditschädigend und ehrenbeleidigend sind", hieß es in einer Aussendung. (APA)

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    Tierpfleger trainieren im Tiergarten Schoenbrunn mit der zweijährigen Elefantendame Mongu.

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