Reithofer will Dienstrechtsfragen über Vorstand gelöst wissen

27. März 2006, 15:50
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Aufsichtsratschef setzt auf Gespräche Management-Gewerkschaft - Politische Aktion derzeit nicht hilfreich

Wien - ÖBB-Aufsichtsratschef Wolfgang Reithofer bevorzugt eine Lösung der offenen Dienstrechtfragen über Verhandlungen zwischen Vorstand und Betriebsrat und rät derzeit von einer politischen Lösung ab. "Das sollte intern gelöst werden, ich glaube nicht, dass hier politische Aktionen hilfreich sind", sagte Reithofer am Mittwoch im Klub der Wirtschaftspublizisten.

Versetzung wider Willen

Wie berichtet hatte Vizekanzler Hubert Gorbach (B) einen weiteren politischen Anlauf im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen zwischen ÖBB-Vorstand und Gewerkschaft angekündigt. Inhaltliche Streitfrage ist u.a., ob Versetzungen innerhalb des Unternehmens bzw. Personalverleih an andere Firmen auch gegen den Willen der betroffenen ÖBBler durchgesetzt werden können.

Auf den Mittelfristigen Finanzplan angesprochen, der nun in den ÖBB-Teilgesellschaften "optimiert" werden sollte, argumentierte Reithofer mit einer strikten Trennung des "politischen" Teils (Infrastruktur, Ausbau der Schiene) und des von Management und Aufsichtsrat beeinflussbaren operativen Bereichs (Absatzgesellschaften, Betrieb). Der Ausbau der Infrastruktur muss freilich auch durch die Schienenmaut (IBE) finanziert werden. Strikte Sparbemühungen in den Absatzgesellschaften würden sich nachteilig bei der Finanzierung des Schienenausbaus auswirken, weisen Experten auf die enge Verflechtung der Bereiche hin. (APA)

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