"Talent Check"

14. März 2006, 11:34
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Neuer Test zur Unterstützung der Berufswahl von Mädchen und jungen Frauen im Internet

Wien - Mehr Mädchen für einen technischen Beruf ermutigen, mehr Mädchen tatsächlich in technische Berufe bringen: Der "Talent Check", ein Projekt der niederöstereichischen Wirtschaftskammer, soll dazu beitragen. Gemeinsam mit den Ministerinnen Maria Rauch-Kallat (V) und Elisabeth Gehrer (V) präsentierte Sonja Zwazl, Bundesvorsitzende von "Frau in der Wirtschaft" am Mittwoch erste Ergebnisse des Projektes.

Die eigenen Talente filtern

Zwazl meinte, dass die Berufswahl grundsätzlich sorgfältiger getroffen werden müsse. Es gebe keine frauen- und männerspezifischen Berufe: "Es gibt nur Berufe, die meinen Fähigkeiten und Talenten entsprechen". Bisher haben rund 4.000 Jugendliche (71 Prozent Mädchen) unter Talentcheck den zehnminütigen Test gemacht.

44 Prozent davon haben dann gemeint, dass sie etwas von der bisher anvisierten Berufswahl abgewichen und auf neue Ideen gekommen seien. Acht Prozent der Befragten freuten sich darüber, dass sie nun über ihre Neigungen besser Bescheid wüssten. Sieben Prozent fühlten sich nach dem Test gewappnet, einen männerdominierten Berufe zu ergreifen.

Neben dem Talentcheck bieten aber auch die Berufsinformationszentren der Wirtschaftskammern umfassende Eignungstests an. Zwazl forderte weitere Maßnahmen ein: Geht es nach ihren Vorstellungen dann sollte es eine verpflichtende Berufsberatung geben.

Berufe: Status Quo

Aus 275 Lehrberufen würden zwei Drittel der Mädchen nach wie vor lediglich fünf Lehrberufe wählen, nämlich Bürokauffrau, Friseurin, Einzelkauffrau, Restaurantkauffrau und Köchin. Dies seien alles wichtige Dienstleistungsberufe, aber leider auch schlechter bezahlt als technische Berufe, erklärte Rauch-Kallat. Ein beispielhafter Vergleich: Technische Fachkräfte verdienen rund 16 Euro brutto in der Stunde, eine Friseurin nur rund neun Euro. Auch bei der Studienwahl junger Frau würden Sprachen, Pädagogik und Psychologie bevorzugt, was dazu führe, dass der Frauenanteil bei technischen Studien bei 20 Prozent liege. (APA)

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