Mehr Breitband für Randlage

1. März 2006, 17:11
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Glasfaser-Pilot im Waldviertel bringt schnelles Internet nach Spital ins Waldviertel

St. Pölten - Auf "Vorsprung durch Technik" setzt das Land Niederösterreich mit der 2003 gestarteten Breitbandoffensive. In einer Live-Schaltung nach Spital ins Waldviertel wurde bei einem Pressegespräch in St. Pölten heute, Mittwoch, das in dem kleinen Ort bei Weitra laufende Glaser-Pilotprojekt der NÖKOM vorgestellt. Beinahe alle 60 Häuser des Ortes sind angeschlossen, bereits 37 Kunden nutzen "wavenet".

Wirtschaftslandesrat LHStv. Ernest Gabmann (V) betonte die Bedeutung des Breitbandinternet für die Wettbewerbsfähigkeit von Klein- und Mittelunternehmen im ländlichen Raum. Beim Start der Offensive gab es in 400 von 573 Gemeinden keinen Breitbandanschluss, heute nur noch in 30 Kommunen. Das entspricht einem Versorgungsgrad von 95 Prozent, Niederösterreich sei mit diesem raschen Ausbau den anderen Bundesländern um zwei Jahre voraus.

Kosten 40 Millionen Euro

Die Kosten für das von NÖKOM und Kabelsignal, Unternehmen der EVN-Gruppe, umgesetzte Projekt wurden mit 40 Mio. Euro beziffert. Das Land fördert den Ausbau mit 14.5 Mio. Euro. Für EVN-Vorstandsdirektor Peter Layr und NÖKOM-Geschäftsführer Alois Ecker wurde die "Initialzündung" durch das Land voll wirksam: So wurden 1.000 so genannte Siedlungskreise gefördert, mittlerweile aber bereits 2.000 ausgebaut. Die Breitbandversorgung von "wavenet" erfolgt größtenteils mittels WLAN Technologie, es werden aber auch Glasfaser-Direktanschlüsse realisiert.

"Unsere Konzernunternehmen Kabelsignal und NÖKOM versorgen bereits mehr als 35.000 Kunden in Niederösterreich mit Breitbanddiensten", so Layr. Das Glasfasernetz umfasst bereits 4.000 Kilometer. Wie Ecker ergänzte, steht NÖKOM vor der Einführung der Telefonie - diese soll im April anlaufen. (APA)

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