Newey von Red Bull begeistert

8. März 2006, 12:19
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Starkonstrukteur fühlt sich in seinem neuen Team wohl - Von Ron Dennis und Mercedes hatte er die Nase voll

Wien - Formel 1-Konstrukteur Adrian Newey hat sich für Red Bull entschieden, weil er sich bei McLaren-Mercedes nur noch wie ein Zahnrädchen in einem Großkonzern fühlte. Das erzählte er laut Online-Dienst "F1Total.com" in einem Interview mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "auto motor und sport".

Frustpotenzial

Wie der Brite, der seit Anfang Jänner bei Red Bull offiziell am Wagen des nächsten Jahres tüftelt, erklärte, sei McLaren-Mercedes "zu einer gewaltigen Operation mutiert, mit einer Struktur, die eher einem Großkonzern gleicht". Damit habe er sich nicht mehr wohl gefühlt: "Es birgt ein gewisses Frustpotenzial, weil ein Komitee den Einzelnen ersetzt. Wenn die Chemie nicht stimmt, laufen die Leute in verschiedene Richtungen", fügte er an.

Ein weiterer Dorn im Auge war Newey die pedantische Art von Teamchef Ron Dennis, der mit dem introvertierten Design-Genie nicht immer klarkam. Dabei ging es manchmal nur um kleine Problemchen des Alltags: "Ron hasst Stapel von Papier. Er machte um mein Büro immer einen großen Bogen. Ich ziehe das Reißbrett dem Computer vor", so der Neo-Red-Bull-Konstrukteur.

Ein Team vom alten Schlag

Umso wohler fühlt sich der 47-Jährige nach eigenen Angaben nun bei seinem neuen Arbeitgeber Didi Mateschitz, für den er schon nach einer Party und zwei Abendessen den Vertrag unterschrieb: "Red Bull ist ein Team vom alten Schlag", zeigte sich Newey begeistert. "Die Leute sind gerade heraus, offen und relaxed. Die Entscheidungswege sind kurz. Wir setzen uns zusammen, diskutieren und sagen: So geht es." (APA)

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    Adrian Newey war bei McLaren-Mercedes amtsmüde.

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