Linux schlägt Windows

21. März 2006, 11:08
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Das freie Betriebssystem ist billiger, sicherer und einfacher als sein proprietärer Widerpart, so eine neue Studie

Eine Studie mit dem Titel "Get the Truth on Linux Management" zählt auf 17 Seiten die Vorteile des freien Betriebssystems Linux im Vergleich zu seinem proprietären Konkurrenten Windows auf. Aus Sicht der Marktforscher von Enterprise Management Associates ist Linux sicherer, billiger und einfacher als das Betriebssystem von Microsoft.

"Get the Facts"

Die Studie widerlegt damit die Aussagen von Microsofts "Get the Facts"-Systemvergleich. Die Studie wurde im Auftrag der Industrievereinigung zur Linux-Förderung Open Source Development Labs (OSDL) sowie dem Linux-Systemmanagementexperten Levanta erstellt.

Höhere Kosten

Die Studie sollte vor allem Microsofts Argument Linux verursache höhere Gesamtkosten - die so genannten Total Cost of Ownership - entkräften. Was auch gelungen ist. Die EMA-Marktforscher kommen zu dem Ergebnis, dass Linux dank ausgefeilter Verwaltungstools eine kosteneffiziente Alternative zu Windows darstelle. Nicht weniger als 88 Prozent der Firmen mit gemischten Systemumgebungen sind der Meinung, dass Linux leichter zu handhaben wäre als Windows und 97 Prozent schätzten die Anfälligkeit beider Systeme im für Linux ungünstigsten Fall als gleich groß ein.

Weniger als eine halbe Stunde

Laut Umfrage-Ergebnissen konnten 60 Prozent der aufgetretenen Probleme unter Linux im Schnitt in weniger als einer halben Stunde gelöst werden. Damit war das freie Betriebssystem mehr als acht mal schneller als die Konkurenz. Administratoren gaben an, für das Aufsetzen von Linux-Systemen weniger als einer Stunde zu benötigen. Auch die unterschiedlichen Linux-Distributionen würden die Administratorenarbeit nicht beeinträchtigen. Alle Befragten waren der Meinung, dass Linux deutlich weniger anfällig gegenüber Sicherheitsproblemen wäre als Windows.

Kein Mangel

Auch die Kosten für Schulung und Systempflege seien bei Linux nicht höher. Auch an Linux-Experten mangle es nicht, so die Studie. Da ein Linux-Admin mehr Server gleichzeitig betreuen könnte, sei dieser auch noch produktiver als sein Windows-Kollege, dessen Maschinen außerdem weniger Last vertrügen. Eine Linux-Umgebund würde in der Anschaffung rund 60.000 Dollar weniger kosten, da geringere Ausgaben für Softwarelizenzen anfallen würden und Windows höhere Anforderungen an die Hardware stellt.

Für die Umfrage wurden mehrere tausend IT-Unternehmen telefonisch befragt. Auch gab es eine Webumfrage und zudem weitere ausführliche Gespräche mit IT-Verantwortlichen von 13 Unternehmen mit Linux-Infrastruktur.(red)

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