Starkes Verkehrs- und Passagierwachstum

30. März 2006, 13:52
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Verkehrswachstum von 21 Prozent sowie Passagierplus von 14,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr - Rückgang im Charter

Wien - Die Austrian Airlines-Gruppe ist mit mehr Passagieren und höherer Auslastung ins neue Jahr 2006 gestartet. Insgesamt beförderte der börsenotierte Luftfahrtkonzern mit den Gesellschaften Austrian (AUA), Lauda Air, Tyrolean Airways/Austrian arrows und Slovak Airlines im Jänner 688.000 Fluggäste, das ist ein Passagierplus von 14,3 Prozent gegenüber Jänner 2005 (598.000 Passagiere), teilte die Austrian heute, Mittwoch, mit.

Die Jänner-Auslastung der Liniendienste lag um 7,2 Prozentpunkte über dem Vorjahr und erreichte 73,3 Prozent. Im Linienverkehr wurden 631.000 Fluggäste befördert, um 18 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2005.

Einbußen im Chartergeschäft

Einbußen gab es allerdings im Charterverkehr. Hier wurden mit 58.000 Passagieren um 14,5 Prozent weniger befördert. Das Unternehmen begründet den Rückgang im Charterverkehr mit dem geringeren Angebot auf Grund einer teilweisen Verlagerung ins Liniengeschäft.

Das Angebot an Sitzkilometern stieg um 9,2 Prozent, während die ausgelasteten Passagierkilometer auf der Linie um 21 Prozent zulegten.

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AUA-Vorstandschef Vagn Sörensen führt die "äußerst erfreuliche Verkehrsentwicklung" unter anderem auf Marktanteilsgewinne mit einem gesteigerten Angebot zurück.

Die Austrian-Gruppe sei heute in acht von zehn "Boom-Regionen" stark verankert, namentlich in Polen, China, der Tschechischen Republik, Türkei, Rumänien, Malaysien, Indien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Laut Weltluftfahrtverband IATA sollen diese Märkte bis 2009 Passagierzuwächse zwischen 7,5 und 11 Prozent verzeichnen.

Aktie legt zu

An der Wiener Börse notiert die AUA-Aktie am Mittwochnachmittag (16.30 Uhr) mit 8,72 Euro und damit um 5,7 Prozent über dem Vortagesschluss. Bereits am Dienstag verzeichnete die Aktie ein Kursplus von über 5 Prozent.

Harte Aufgabe für Sörensen-Nachfolger

Das dürfte auch mit der sich konkret abzeichnenden Bestellung eines Nachfolgers für den scheidenden AUA-Chef Vagn Sörensen zusammenhängen: Anfang der Woche hatte sich der Personalausschuss im AUA-Aufsichtsrat klar für den Siemens-Manager Alfred Ötsch als neuen Chef an der AUA-Spitze ausgesprochen. Nach seiner offiziellen Bestellung - voraussichtlich am 27. Februar - soll er die AUA aus den roten Zahlen führen und nach Möglichkeit eine eigenständige Strategie verfolgen.

Das gesamte Netzwerk der AUA umfasst derzeit 130 Destinationen in 66 Ländern. 60 Prozent der AUA-Fluggäste sind Transferpassagiere, drei Viertel der Verkehrsleistung wird im Ausland erwirtschaftet. Im Jahr 2005 beförderte die AUA-Gruppe 10,1 Millionen Fluggäste, mehr als je zuvor in ihrer Geschichte.

Osteuropa als Wachstumsmotor

Insbesondere die Märkte im Osten erwiesen sich in den vergangenen Jahren als "Wachstumsmotoren": In Osteuropa gab es 34 Prozent mehr Passagiere, in den Nahen Osten ein Plus von 56 Prozent und nach Asien/Australien um 46 Prozent mehr Fluggäste. Rund ein Drittel aller AUA-Passagiere - 3,5 Millionen - fliegen aus oder in diese Märkte. Im Rahmen der seit 2002 konsequent verfolgten Ausrichtung nach Osten ("Focus East") bietet die AUA heute 44 Ziele in Mittel- und Osteuropa an, mehr als jede andere Airline. (APA)

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