Herausgeber entschuldigt sich für falsche Madonna

13. März 2006, 12:25
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"Wollten keine religiösen Empfindungen verletzen"

Warschau - Die polnische Popzeitschrift "Machina" hat sich für die Karikierung der berühmten Marien-Ikone von Tschenstochau (Czestochowa) entschuldigt. Das Magazin habe keine religiösen Empfindungen verletzen wollen, betonte Herausgeber Michal Lisiecki laut einer Meldung des polnischen Rundfunks vom Montagabend, wie Kathpress meldet. Er habe sich mit einem Brief an den Oberen der Pauliner-Gemeinschaft von Jasna Gora gewandt, wo die in Polen sehr verehrte Marien-Ikone aufbewahrt wird.

Das Magazin hatte auf seiner Titelseite das Gnadenbild der Schwarzen Madonna mit den Gesichtszügen von US-Popsängerin Madonna gezeigt. An die Stelle des Jesuskindes war Madonnas Tochter Lourdes Maria montiert. Die Paulinermönche vom Kloster Jasna Gora reagierten empört. Auch die Polnische Bischofskonferenz protestierte. Katholische Aktivisten riefen im Internet zum Boykott auf.

Der Herausgeber war aber nur teilweise einsichtig; nur wegen der aktuellen Diskussion um die Mohammed-Karikaturen hätten sich so viele Polen über das Titelblatt mit der falschen Madonna empört. Zu den Beweggründen der Zeitungsmacher äußerte er sich nicht, formulierte jedoch den Wunsch, die Paulinermönche von Jasna Gora persönlich zu besuchen. (APA)

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