Verwirrung um "Selbstbedienungszwang"

28. Juni 2006, 16:26
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"Wiener Zeitung" berichtete von Verschiebung - Bahn-Sprecherin: "Kann ich nicht bestätigen"

Wien - Verwirrung herrschte am Mittwochabend um die Fahrkarten-Automaten der ÖBB. Diese sind seit 1. Februar auf insgesamt 16 Bahnstrecken die einzige Möglichkeit, Tickets zu kaufen. Wer im Zug ohne Fahrschein erwischt wird, muss 60 Euro Strafe zahlen. Während die "Wiener Zeitung" berichtete, die ÖBB habe auf allgemeine Proteste reagiert und den "Selbstbedienungszwang" verschoben, wusste man auf ÖBB-Seite davon nichts.

"Schonfrist"

"Die ÖBB haben auf die Proteste ihrer Kunden reagiert und verschieben die Einführung des Selbstbedienungszwangs", berichtete die Zeitung in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Und weiter: "Ganz fallen lassen will das ÖBB-Management die Idee der Selbstbedienungsstrecken nicht. Zumindest soll die Maßnahme aber besser vorbereitet werden. Vorgesehen ist eine Schonfrist von mehreren Monaten, die Rede ist von einem halben bis einem dreiviertel Jahr."

"Mir ist davon nichts bekannt, ich kann das deshalb auch nicht bestätigen", so Katharina Gürtler, Pressesprecherin des ÖBB-Personenverkehrs auf APA-Anfrage. Die Aktion ist seit Dezember 2005 vorbereitet worden und per 1. Februar auf 16 Bahnverbindungen in Kraft getreten. "Und das wird vorerst so bleiben", betonte Gürtler. (APA)

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