Neue Konzernzentrale ab 2009

22. März 2006, 14:38
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Mineralölkonzern will im neuen Headquarter im zweiten Wiener Bezirk vier Geschäftsbereiche zusammenfassen

Wien - Der börsenotierte Öl- und Gaskonzern OMV wird 2009 seine Konzernzentrale in den zweiten Wiener Gemeindebezirk verlegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die Geschäftsbereiche Exploration und Produktion, Raffinerien und Marketing sowie Gas werden ab diesem Zeitpunkt Ecke Trabrennstraße/Vorgartenstraße unter einem Dach zusammengeführt. Der Umzug von rund 1.500 OMV Mitarbeitern soll im Frühjahr 2009 durchgeführt werden.

Derzeit sind die OMV-Geschäfsbereiche auf vier Wiener Standorte aufgeteilt: Otto Wagner Platz (Holding), Lassallestraße (Raffinerien & Marketing, Solutions), Gerasdorferstraße (Exploration & Produktion) sowie Floridotower (Gas).

Projekt "Viertel 2"

Das Projekt "Viertel 2" wurde von den Architekturbüros Henke/Schreieck und Martin Kohlbauer entworfen und besteht aus zwei Gebäudekomplexen mit einer Gesamtfläche von rund 44.000 Quadratmetern. Als Projektentwickler fungiert die IC Projektentwicklung GmbH. Die Gebäude werden von der OMV langfristig gemietet.

Eigener U-Bahnanschluss

Geplanter Baubeginn sei Herbst 2006. Mit der Fertigstellung sei im Jänner 2009 zu rechnen. Durch die Verlängerung der U2 werde der neue Standort über einen eigenen U-Bahnanschluss verfügen, teilte die OMV mit.

Preis für die Durchführung des Projekts wurde in der Aussendung keiner genannt. Laut "WirtschaftsBlatt" (Dienstagausgabe) sollen für den Bau eines neuen OMV-Headquarters ursprünglich Kosten von rund 90 Mio. Euro veranschlagt sein. Bis zum Schluss der Entscheidung war offen gewesen, ob die OMV das Gebäude selbst baut oder anmietet.

Überzeugende Kriterien

Maßgeblich für die Entscheidung für das neue Headquarter in Wien waren laut OMV "die gute Verkehrsanbindung, die architektonische Qualität, sowie die Funktionalität des Gebäudes". Betont wurde am Dienstag weiters die Nähe zum Flughafen, zur Raffinerie Schwechat, sowie die gute Erreichbarkeit des unverändert beibehaltenen E&P-Standortes in Gänserndorf in Niederösterreich.

OMV-Chef Wolfgang Ruttenstorfer begründete die Entscheidung mit dem starken Wachstum des Konzerns und zeigte sich überzeugt, "dass die Zusammenlegung unserer vier Wiener Standorte Arbeitsabläufe vereinfacht und beschleunigt".

44.000 m2 Nutzfläche

Die Standortkonzentration ist einer der größten Büroimmobilien-Deals der vergangenen Jahre. Die projektierten 44.000 m2 Nutzfläche entsprechen in etwa einem Siebtel der (derzeit) jährlich in Wien neu entstehenden Bürofläche.

Nennenswerte Auswirkungen auf die OMV-Bilanz werde der Umzug keine haben, sagte ein OMV-Sprecher auf Anfrage der APA. Die Mietkosten würden sogar eher sinken, schließlich habe die OMV bisher 55.000 m2 Fläche angemietet, die nun auf 44.00 m2 verringert werden.

Laut "WirtschaftsBlatt" waren für das neue OMV-Headquarter noch ein Projekt in TownTown (Soravia-Gruppe) sowie eines am Wiener Handelskai (Immofinanz) in der Endrunde. (APA)

  • Im Bürokomplex "Plus zwei" sind auf insgesamt neun Geschoßen auch ein Lebensmittelmarkt, ein Restaurant und ein Ärztezentrum geplant.
    foto: ic projektentwicklung

    Im Bürokomplex "Plus zwei" sind auf insgesamt neun Geschoßen auch ein Lebensmittelmarkt, ein Restaurant und ein Ärztezentrum geplant.

  • Der 80 Meter hohe Büroturm "Hoch zwei" wird auf 23 Geschoßen Büros und mehrere kleine Shops beherbergen.
    foto: ic projektentwicklung

    Der 80 Meter hohe Büroturm "Hoch zwei" wird auf 23 Geschoßen Büros und mehrere kleine Shops beherbergen.

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