Haug: "Bei uns ist noch Dezember"

8. März 2006, 12:19
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Mercedes-Motorsport­chef räumt Probleme bei der Entwicklung des neuen Achtzylinder-Aggregats ein

Stuttgart - McLaren-Mercedes hinkt bei der Entwicklung seines neuen Achtzylinder-Motors hinter den eigenen Planungen hinterher. "Wir sind nicht dort, wo wir im Februar sein wollten. Bei uns ist noch Mitte Dezember", räumte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug gegenüber dem Fachmagazin "auto, motor und sport" Probleme ein. Bei den bisherigen Formel-1-Testfahrten lag McLaren teilweise deutlich hinter den anderen Top-Teams zurück.

Dank Verbesserungen der Kolben und des Einlasssystems hat der britisch-deutsche Rennstall laut "ams" den Rückstand inzwischen etwas verringern können. "Wir kriegen die Kurve", sagte Haug. McLaren-Direktor Martin Whitmarsh bezifferte den Leistungsgewinn auf 50 PS. Die Drehzahl sei um 800 auf 19.500 Umdrehungen gesteigert worden. Haug bestritt, dass der Stuttgarter Automobilkonzern ein völlig neues Triebwerk habe bauen müssen.

In einem Interview mit "Motorsport aktuell" versicherte Haug, es gebe keinen "Notfallplan", die ersten Rennen mit einem gedrosselten alten Zehnzylinder zu bestreiten: "Wir haben uns als Hersteller zum Einsatz von V8-Motoren verpflichtet, und es wäre für uns auch nicht praktikabel, mit dem V10 zu fahren." McLaren-Mercedes habe "keinen Traumstart" gehabt, kenne das aber aus anderen Jahren. "Und dennoch haben wir am Ende ein Wörtchen um die Titel mitgeredet oder sie geholt." (APA/dpa)

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