T-Mobile Austria: Telefonieren im Ausland muss billiger werden

1. März 2006, 12:48
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Pölzl kann EU-Vorstoß für billigere Auslandstarife nachvollziehen - "In-Roaming" für Mobilfunkbetreiber wesentlich lukrativer als "Out-Roaming"

Der Chef des zweitgrößten österreichischen Mobilfunkbetreibers T-Mobile Austria, Georg Pölzl, kann den Vorstoß der EU-Telekom-Kommissarin Viviane Reding, die teils exorbitant hohen Roaming-Gebühren im Mobilfunk per Verordnung zu senken, generell nachvollziehen. "Telefonieren im Ausland muss billiger werden", sagte Pölzl bei der "3GSM"-Handymesse in Barcelona vor österreichischen Journalisten. T-Mobile selbst biete mit dem internationalen Roaming-Tarif "World Class" allerdings schon sehr niedrige Gebühren.

Zu teuer

Telefonieren im Ausland sei vielfach noch relativ teuer, in vielen Ländern würden "überhöhte Preise" kassiert, so Pölzl. Die Stoßrichtung der EU, diese Tarife zu senken, sei daher nachvollziehbar. "Wenn unsere Kunden im Ausland günstiger telefonieren können, begrüßen wir das", sagte Pölzl. Dieser so genannte Out-Roaming-Anteil macht bei T-Mobile Austria etwa 10 Prozent des Gesamtumsatzes aus, die Margen sind hier allerdings sehr niedrig.

Umsatz

Lukrativer für die Mobilfunkbetreiber sind hingegen jene so genannten In-Roaming-Umsätze, die durch über österreichische Netze telefonierende ausländische Gäste - etwa Skitouristen - generiert werden. Bei diesen Umsätzen, die ebenfalls 10 Prozent des Gesamtumsatzes stellen, seien die Margen wesentlich höher, berichtete Pölzl. Eine Senkung dieser Roaming-Gebühren würde die Portokasse der Mobilfunkbetreiber erheblicher schmälern. (APA)

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