Sharons Sohn Omri verurteilt

6. März 2006, 15:15
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Neun Monate und 54.000 Euro wegen illegaler Wahlkampffinanzierung - illegales Darlehen über Konto in Österreich zurückgezahlt

Tel Aviv - Der Sohn des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon, Omri, ist am Montag wegen illegaler Wahlkampffinanzierung zu einer Gefängnisstrafe von neun Monaten verurteilt worden. Der Verurteilte müsse die Strafe aber erst im August antreten, weil sein Vater nach seinem Schlaganfall im Koma liegt, berichtete der israelische Rundfunk. Neun weitere Monate der Haft wurden zur Bewährung ausgesetzt. Omri Sharon muss zudem 300.000 Schekel (rund 54.000 Euro) Strafe zahlen. Sein Abgeordnetenmandat hat er bereits zurückgelegt.

Geständnis

Der 41-Jährige hatte sich vor Gericht unter anderem dazu bekannt, gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen zu haben. Ihm war zur Last gelegt worden, für den Wahlkampf seines Vaters um die Führung der Likud-Partei 1999 Briefkastenfirmen eingerichtet zu haben. Über diese soll dann Geld aus dem Ausland seinem Vater zugeflossen sein. Ariel Sharon war im November vorigen Jahres aus dem Likud ausgetreten und hatte eine neue Partei Kadima gegründet, die nach wie vor in sämtlichen Umfragen in Führung liegt.

Einer der Korruptionsvorwürfe hatte sich auf Zahlungen des mit Sharon befreundeten südafrikanischen Geschäftsmanns Cyril Kern bezogen, mit denen illegale Wahlkampfspenden aus dem Jahr 1999 zurückgezahlt werden sollten. Über seinen Sohn Omri soll Sharon 1,5 Millionen Dollar erhalten haben. Ein illegales Darlehen Kerns wurde über ein Konto in Österreich zurückgezahlt. Die israelische Opposition hatte von der Regierung in einer dringlichen Anfrage unter anderem Auskunft darüber verlangt, ob die Wiederherstellung vollwertiger diplomatischer Beziehungen zu Wien mit geschäftlichen Kontakten der Familie Sharon in Zusammenhang gestanden wäre. (APA/dpa)

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    Omri Sharon vor Gericht

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