AK gegen Verkauf der Energieversorger

15. März 2006, 16:10
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Im "strategisch sensiblen" Energiebereich müsse öffentliches Eigentum geschützt bleiben, meint die Arbeiterkammer

Wien - Die Arbeiterkammer (AK) lehnt Gesetzesänderungen ab, die zu einem mehrheitlichen Verkauf heimischer Energieversorger führen könnten. "Ein Verkauf würde weitere Beschäftigungsverluste, geringere Versorgungssicherheit und Verschleuderung österreichischen Eigentums bedeuten", erklärte die AK in einer Aussendung am Montag.

Wenigstens im strategisch sensiblen Energiebereich müsse öffentliches Eigentum geschützt bleiben. Gerade die Wirtschaft müsste doch ein massives Interesse an einer gesicherten Versorgung haben, so die Arbeiterkammer.

Kritik an hohen Preisen

Ähnlich wie Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl beklagt die Arbeiterkammer in ihrer Aussendung am Montag die seit geraumer Zeit steigenden Energiepreise. Sie bringt sie mit der EU-Energieliberalisierung in Zusammenhang: "Die KonsumentInnen spürten im Geldbörsel nichts von den angeblichen Vorteilen der Strom- und Gasmarktöffnung in den Jahren 2001 und 2002".

Leitl hatte wegen der steigenden Energiepreise dagegen eine tatsächliche bzw. stärkere Liberalisierung der europäischen Stromwirtschaft gefordert. Die Tatsache, dass die Energieversorger mehrheitlich im öffentlichen Eigentum stünden, habe auch nicht zu günstigeren Energiepreisen geführt, hatte Leitl sinngemäß gemeint. (APA)

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