Ceska sporitelna-Chef Jack Stack geht im Sommer 2007

22. März 2006, 09:43
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"Sieben Jahre an der Spitze sind genug" - 10 bis 15 Prozent Wachstum der Erste Bank-Tochter für 2006 geplant - Abbau weiterer 200 Arbeitsplätze

Prag - Der Chef der tschechischen Erste Bank-Tochter "Ceska sporitelna (CS)", Jack Stack, will im Sommer 2007 wie geplant seine Arbeit in Prag beenden und wieder nach New York ziehen. Er werde sich nicht mehr um ein weiteres Mandat an der CS-Spitze bewerben, sagte Stack gegenüber der tschechischen Tageszeitung "Mlada fronta Dnes" (Montag-Ausgabe).

Suche eines Nachfolgers

Stacks Mandat wurde vor zwei Jahren bis Juni 2007 verlängert worden, ein Nachfolger werde in den nächsten Monaten ernannt werden, hieß es am Montag.

Eine seiner Hauptaufgaben in den kommenden Monaten werde die Suche und das Training eines Nachfolgers sein, wobei es sich auch um einen Tschechen handeln könnte. Mögliche Kandidaten gebe es sowohl innerhalb als auch außerhalb der CS, so Stack, der heuer den 60. Geburtstag feiern wird, laut dem Zeitungsbericht.

Stack steht seit 2000, das einst als staatliches Geldinstitut an die Erste Bank verkauft worden war, an der Spitze der CS. "Sieben Jahre in einer solchen Position sind genug. Es wird für die Bank sowie auch für mich besser sein", so Stack.

Weitere Sparmaßnahmen

Als eine "lame duck" ("lahme Ente") fühle er sich jedoch noch nicht. 2006 und 2007 wolle er ein weiteres Wachstum für die CS sichern, wobei heuer sein Wunschziel plus 10 bis 15 Prozent sei. In diesem Zusammenhang stellte Stack weitere Sparmaßnahmen in Aussicht. Heuer sollten in der CS etwa 200 Arbeitsplätze gestrichen werden - nach 550 im vergangenen Jahr.

Der Netto-Gewinn der CS machte in ersten drei Quartals 2005 rund 7,2 Milliarden Kronen (255 Mio. Euro) aus. Das Ergebnis für das ganze Jahr 2005 wird Ende Februar bekannt gegeben werden. (APA)

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