Fußball wieder im Fokus

18. Februar 2006, 20:05
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Duell des Herbstmeisters mit dem Winterkönig erwartet - Statistik spricht für die Bullen aus Salzburg

Wien - Nach genau 70 Tagen oder zehn Wochen Pause rollt ab dem Wochenende auch wieder in Österreichs oberster Spielklasse der Fußball. Und viele Experten sind einig, dass der neue Meister wohl nur Austria Magna oder Red Bull Salzburg heißen kann. Die Rivalen liegen in der Tabelle mit 40 Punkten gleich auf, wobei die Wiener die um zwei Treffer besser Tordifferenz (plus 11 zu plus 9) aufweisen und ein Spiel weniger ausgetragen haben.

Sechs Punkte Polster

Das Duo hat gegenüber den Konkurrenten sechs und mehr Zähler auf dem Konto. Die Pole-Position ist für die Veilchen allerdings kein gutes Omen. Denn 2003/04 waren die Violetten als "Winterkönig" sogar mit drei Punkten Vorsprung ins Neue Jahr gerutscht, mussten dann aber Liebherr GAK den Titelvortritt lassen. Auch Herbstmeister Rapid, der nach 18 Runden mit einem Zähler plus voran gelegen war, hatte damals den Grazer Premieren-Titel nicht zu verhindern vermocht.

Die Statistik spricht für Herbstmeister Red Bull Salzburg (Tabellenerster nach 18 Runden). Denn in den bisherigen 31 Saisonen im Oberhaus hatte in nicht weniger als 21 Fällen der "Halbzeit-Führende" auch am Ende die Nase vorne. In dieser Beziehung ist aber die Austria Spitze. Dem Rekordcupsieger (24 Trophäen) und 22-fachen Meister gelang der "Durchmarsch" vom Herbst- zum Liga-Titel schon insgesamt acht Mal (zuletzt 2002/03).

Statistisches

Standfestigkeit bewiesen diesbezüglich übrigens nur noch der FC Wacker Tirol (sechs Mal/zuletzt 2001/02), Rapid (5/2004/05) und Puntigamer Sturm Graz (2/1998/99). Die Bundesliga-Geschichte weist für die "Roten Bullen" ebenfalls Positives aus. Sowohl 1993/94 als auch 1994/95 fingen die Salzburger Herbstmeister Austria Wien im Frühjahr noch ab. Auch beim dritten und bisher jüngsten Meister-Coup der Festspielstädter 1996/97 schaute ein Herbstmeister aus Wien (Rapid) durch die Finger.

Wie eng es im Titelkampf mitunter werden kann, bringt ebenfalls die Statistik zu Tage. In bisher sechs Saisonen wurde der Champion nur auf Grund der besseren Tordifferenz entschieden. Und zwar zu Gunsten von Austria (1984, 1992, 1993), Rekordmeister Rapid (31 Titel/1983, 1988) und Salzburg (1995). Mit dem höchsten Guthaben nach einer kompletten Saison ging bisher Sturm (1997/98) mit 19 (Drei-Punkte-Regel) vor Rapid ins Ziel. (APA)

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    foto:reutes/staff
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