Chronologie: Schon dritte Notoperation Sharons

3. März 2006, 19:52
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Israels Premier seit mehr als fünf Wochen im Koma

Hamburg - Der Zustand des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon hat sich am Samstag erneut dramatisch verschlechtert. Ein Schlaganfall Mitte Dezember war das erste Zeichen für die schwerwiegenden gesundheitlichen Probleme des übergewichtigen 77-Jährigen. Eine Chronologie:

  • 18. Dezember 2005: Sharon erleidet einen leichten Schlaganfall. Zwei Tage später verlässt er das Jerusalemer Krankenhaus wieder.

  • 25. Dezember 2005: Sharon nimmt die Regierungsgeschäfte wieder auf, eröffnet die wöchentliche Kabinettssitzung und ordnet Maßnahmen zum Stopp der Raketenangriffe palästinensischer Extremisten an.

  • 26. Dezember 2005: Als Grund für den Schlaganfall wird ein Loch im Herzen vermutet. Sharon erhält Medikamente zur Blutverdünnung und soll sich einem Kathetereingriff unterziehen.

  • 4. Jänner 2006: Nach einem schweren Schlaganfall fällt Sharon ins Koma. Er hat massive Hirnblutungen und muss beatmet werden. Der stellvertretende Ministerpräsident Ehud Olmert übernimmt vorläufig die Amtsgeschäfte.

  • 5. Jänner 2006: In einer rund sechsstündigen Notoperation ringen die Ärzte im Jerusalemer Hadassah-Universitätskrankenhaus Ein Kerem um sein Leben. Am Abend muss Sharon erneut operiert werden und wird auf die Intensivstation verlegt. Sein Zustand ist ernst.

  • 6. Jänner 2006: Der 77-Jährige wird in einem künstlichen Koma gehalten und erneut mit einem Computer-Tomographen untersucht. Als neue Blutungen, leichte Schwellungen im Schädel und erhöhter Blutdruck festgestellt werden, wird er erneut operiert.

  • 9. Jänner 2006: Die Ärzte setzen langsam die Betäubungsmittel ab, um Sharon aus dem künstlichen Koma zu holen. Er beginnt wieder selbstständig zu atmen und reagiert mit Bewegungen auf Schmerzreize. Aus seinem Koma erwacht er aber nicht.

  • 11. Februar: Bei einer neuen Computer-Tomographie (CT) werden Schäden am Verdauungsapparat Sharons entdeckt. Sein Zustand verschlechtert sich. Die Ärzte sprechen erneut von Lebensgefahr und beginnen eine Notoperation. (APA/dpa)
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