EU-Pakt für Geschlechter-Gleichstellung

10. Februar 2006, 19:30
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Forderung von sechs Regierungschefs soll beim EU-Frühjahrsgipfel aufgegriffen werden

Brüssel - Sechs EU-Regierungschefs fordern einen Pakt zur Geschlechtergleichstellung. In einem Brief an den derzeitigen EU-Ratsvorsitzenden, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, regen sie an, das Thema beim Frühjahrsgipfel aufzugreifen. Der Pakt soll dazu dienen, "die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt zu erhöhen und die Gleichstellung von Frauen und Männern zu fördern", heißt es in dem Schreiben, das vom schwedischen, französischen, tschechischen, dänischen, spanischen und finnischen Staats-, bzw. Regierungschefs gezeichnet ist.

Kluft verringern

Ziel des Paktes sollte sein, das in den EU-Verträgen festgeschriebene Ziel der Geschlechtergleichstellung zu verwirklichen, das Arbeitskräftepotenzial in der EU voll zu nützen, in dem die Kluft zwischen den Geschlechtern am Arbeitsmarkt und beim Sozialschutz geschlossen wird sowie auf die demographische Entwicklung zu reagieren, indem der Ausgleich zwischen Beruf und Familie für Männer und Frauen verbessert werden soll.

Familienfreundlichkeit

Unter anderem fordern der schwedische Premier Göran Persson, der französische Staatschef Jacques Chirac, der spanische Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero, der finnische Premier Matti Vanhanen, der dänische Premier Anders Fogh Rasmussen und der tschechische Premier Jiri Paroubek in dem Brief die schon 2002 beim Barcelona-Gipfel gesetzen Ziele zur Verstärkung von der Kinder- und anderen Betreuungseinrichtungen umzusetzen und Karenz von Frauen ebenso wie von Männern zu fördern.

Aus der österreichischen Präsidentschaft hieß es, dies sei ein wichtiger Beitrag zur Vorbereitung des EU-Gipfels im März. Es gebe einen breiten Konsens über Geschlechter-Gleichbehandlung und das Ziel einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Man werde die Vorschläge in die Vorbereitung miteinbeziehen, vor allem in Hinblick auf die Schaffung von mehr Wachstum und Beschäftigung. (APA)

  • Die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt erhöhen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen.
    foto: standard/corn heribert
    Die Beteiligung der Frauen am Arbeitsmarkt erhöhen und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf schaffen.
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