Neue Hausbriefanlagen: Einheitlicher Kleber gegen Postwurf-Sendungen

13. März 2006, 19:37
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"Bitte kein Reklamematerial"-Aufkleber muss via Brief und zwei Marken angefordert werden

Mit dem verpflichtenden Austausch der Hausbriefanlagen in Wohnhausanlagen verschwinden auch die auf den alten Postfächern aufgeklebten Hinweise gegen das Zustellen von Postwurfsendungen. Wer sein neues Brieffach gegen die Werbeflut schützen will, muss sich einen neuen Kleber zulegen. Und zwar nicht irgendeinen, sondern einen bestimmten, den die Postzusteller vergeben.

Via Brief und zwei Marken

Dieser "Bitte kein Reklamematerial"-Kleber muss mit einem frankierten Brief angefordert werden, dieser Brief muss ein frankiertes Rückkuvert erhalten. Die Möglichkeit einer Bestellung via Telefon, Fax oder e-Mail gibt es nicht.

Dass die Verbraucher nun zwei Briefmarken plus zwei Kuverts kaufen müssen, damit sie einen Dienst abbestellen können, den sie gar nicht bestellt haben, sieht die Post - gleichzeitig Verkäufer der Briefmarken - nicht als Problem. Dies sei eine Regelung, auf die sich alle Postzusteller gemeinsam geeinigt hätten, hieß es am Freitag auf APA-Anfrage. (APA)

Der Kleber "Bitte kein Reklamematerial" muss unter der Adresse "Postfach 500, 1230 Wien" angefordert werden
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