Positive Performance heimischer Investmentfonds

9. März 2006, 16:57
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Heimische Investmentfonds im Jänner fast ausnahmslos im Plus - Gemischte Fonds mit mittlerer Einjahresperformance von 14,7 Prozent

Wien - Praktisch alle heimischen Investmentfonds haben per Ende Jänner 2006 eine positive Performance verbucht. Von insgesamt 903 Fonds mit einer Historie von zumindest einem Jahr weisen in der aktuellen Statistik der Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) lediglich acht eine negative Jahresperformance aus. 895 Fonds verbuchten Ende Jänner eine positive Einjahresperformance.

Im arithmetischen Mittel - also ohne Berücksichtigung von Fondsvolumina oder Kategorien - weisen die Fonds von Ende Jänner 2005 bis Ende Jänner 2006 eine durchschnittliche Performance von 16,98 Prozent aus. Die Fonds konnten damit ihre Performance ausbauen, noch Ende Dezember lag das mittlere Plus bei 15,92 Prozent.

Aktienfonds mit größtem Plus

Das größte Plus weisen im Vergleich der Veranlagungskategorien die Aktienfonds mit einer durchschnittlichen Einjahresperformance von 31,34 Prozent aus. Von 334 Aktienfonds entwickelten sich 333 positiv, nur für einen Fonds errechnet sich eine negative Performance. Auf den vorderen Performance-Plätzen finden sich wie schon im Vormonat ausschließlich Fonds mit einem Fokus auf Wachstumsregionen wie Osteuropa oder Lateinamerika.

Bester Aktienfonds und gleichzeitig bester Fonds über alle Kategorien war - gemessen an der Einjahresperformance - per Ende Jänner der "ESPA Stock Europe-Emerging" der Erste-Bank-Fondstochter Sparinvest mit einem Plus von 90,77 Prozent. Auf Platz zwei und drei folgen zwei Fondsprodukte der BA-CA-Fondstochter Capital Invest, der "Russia Stock" mit einem Plus von 90,47 Prozent und der "Latin America Stock" mit einem Plus von 89,56 Prozent.

Schwächster Aktienfonds war wie im Vormonat der "Nanoscience Opportunities" der Security KAAG mit einer negativen Jahresperformance von 0,65 Prozent, gefolgt vom "Jundt US Growth Fund" der Capital Invest (plus 1,19 Prozent) und vom "DWS (Austria) Telemedia" der DWS (Austria) Investment mit einem Plus von 3,31 Prozent.

Fonds mit Fokus Austro-Aktien

Gemessen an der "Dreijahres-Sharp-Ratio" fanden sich Ende Jänner vor allem Aktienfonds mit einem Fokus auf Austro-Aktien auf den Spitzenplätzen. Die "Sharp Ratio" setzt die erzielte Performance in Relation zum eingegangenen Risiko und macht damit die Ergebnisse von Fonds mit verschiedenen Veranlagungskategorien vergleichbarer. Die über den risikofreien Zinssatz hinausgehende Performance wird dabei durch das Risikomaß Volatilität dividiert. Die beste Sharp Ratio von 3,96 erzielte der "Austria Stock" der Capital Invest, gefolgt vom "3 Banken Österreich-Fonds" (3,87) und vom "Stock Vienna" der Sparinvest (3,70).

Immofonds legten im Mittel 5,4 Prozent zu

Erstmals ausgewiesen ist in der aktuellen VÖIG-Performance-Statistik die neue Kategorie "Immobilienfonds". Die derzeit nur vier Fondsprodukte dieser Kategorie kommen auf ein mittleres Einjahresplus von 5,37 Prozent. Die beste Einjahresperformance erzielte per Ende Jänner der "Constantia Real Estate" mit einem Plus von 8,55 Prozent.

Die gemischten Fonds verbuchten per Ende Jänner eine mittlere Einjahresperformance von 14,72 Prozent. Von 258 Fonds in dieser Kategorie wiesen 256 eine positive Performance aus. Lediglich der in zwei Varianten aufgeführte "Optix Protect Fund" der Capital Invest verbuchte eine negative Performance von 0,40 Prozent.

Performance-Sieger

Die Performance-Sieger dieser Kategorie waren der "ZZ2" mit einem Plus von 75,76 Prozent und der "ZZ3" mit plus 54,95 Prozent. Beide Fonds sind von der CPB Kapitalanlage GmbH. "Bronze" gibt es für den "Evolution 1" der Capital Invest mit einem Plus von 41,12 Prozent.

Moderater fiel naturgemäß die Performance bei den defensiver ausgerichteten Rentenfonds aus. Die 253 in der Kategorie "Rentenfonds" gelisteten Produkte brachten es Ende Jänner auf eine mittlere Jahresperformance von 3,69 Prozent. 248 Gewinner überwogen hier die fünf Verlierer. Bestperformer war der "ZZ1" von Constantia mit einem Plus von 47,63 Prozent. Das größte Minus verbuchte der "ESPA Bond Yen" der Sparinvest mit einem Minus von 6,23 Prozent.

Die Fondsprodukte der Kategorie "kurzfristige Rentenfonds" kommen in der aktuellen VÖIG-Statistik auf ein mittleres Plus von 1,60 Prozent. Alle 15 Fonds dieser Kategorie performten dabei wie schon im Vormonat positiv. Auch die 39 Fonds der Kategorie "geldmarktnahe Rentenfonds" entwickelten sich durch die Bank positiv, das mittlere Plus lag bei 2,35 Prozent. Größere Gewinne konnten hier vor dem Hintergrund der jüngsten Gewinne des US-Dollar gegen den Euro wie schon im Vormonat die in Dollar veranlagten Produkte erzielen. (APA)

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