"Der Unschuld Verlust"

25. März 2006, 18:00
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Marlen Schachingers Krimi dreht sich um seltsame Unfälle schwangerer Frauen und junger Mütter

Der Schauplatz ist Wien. Zufällig beobachtet der Pensionist Alfred Lowetsch, wie Sabine Müller in ihrer Wohnung im Nebenhaus vom Sessel kippt. Tage später erfährt er, dass sie gestorben ist - offenbar eine Komplikation während der Schwangerschaft. Als auch seine ebenfalls schwangere Mitbewohnerin Judith Marek von einem Auto vorsätzlich angefahren wird, fangen die BewohnerInnen des Mietshauses an, nach den Hintergründen zu fragen.

Aus fünf verschiedenen Perspektiven nähert sich die Autorin Marlen Schachinger dem Geschehen: Neben dem Erleben von vier HausbewohnerInnen steht das des Täters, wodurch weniger die Frage nach seiner Identität als vielmehr das Motiv in den Mittelpunkt gestellt wird.

Mit viel Witz, Einfühlungsvermögen und einer Liebe zum Detail stellt die Autorin in "Der Unschuld Verlust" Themen wie Mutterschaft, Rollenklischees, Kindheit und Erziehung zur Diskussion - ein fesselnder Lesegenuss. Marlen Schachinger ist Literaturwissenschaftlerin und Autorin und erhielt diverse Literaturstipendien. (dy)

Marlen Schachinger.
Der Unschuld Verlust.
Orlanda Verlag
2005, 192 Seiten,
€ 10,30
ISBN: 3-936937-34-6

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