Stiefelkönig bläst zur Offensive mit Geox

27. März 2006, 15:32
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Die im Eigentum der Bawag P.S.K. stehende Schuhhandelskette bläst zur Offensive und hat den norditalienischen Schuhkonzern Geox als Partner

Wien/Graz - Die im Eigentum der Bawag P.S.K. stehende Schuhhandelskette Stiefelkönig bläst jetzt zur Offensive und hat dabei den norditalienischen Schuhkonzern Geox als Partner: Stiefelkönig will am 25. Februar gleichzeitig vier Geox-Monobrand-Geschäfte in Wien (Alserstraße/ Spitalgasse), Graz (Seiersberg), Linz (PlusCity) und Dornbirn (Messerpark) eröffnen. Stiefelkönig-Geschäftsführer Toni Kampelmühler will bis zum Jahresende zehn Geox-Läden führen, sagt er im Gespräch mit dem STANDARD. In der SCS in Vösendorf hat er einen bereits seit Längerem in Betrieb, fix sei außerdem ein kommender Standort im neuen Max-Center in Wels.

Geox mit Sitz in Biadene di Montebelluna bei Venedig ist mittlerweile einer der größten Markenschuhhersteller der Welt und setzt auf sein Patent mit den "atmenden", aber wasserdichten Membransohlen ("Respira"). Hauptaktionär des seit Ende 2004 börsennotieren Konzerns ist der Großweinbauer Mario Moretti Polegato, der die atmende Sohle auch selbst erfunden hat.

Größter Markenschuhhersteller der Welt

Geox führt zwei Shops in Österreich auch selbst, jenen auf der Kärntner Straße und einen im neuen Spar-Einkaufszentrum Q19 in Wien-Grinzing. Zwei Geschäfte, eines in der Wiener Mariahilfer Straße und eines in der Salzburger Getreidegasse werden vom Salzburger Brüderpaar Denkstein im Franchise gehalten. Zwei weitere Franchiseshops gibt es in Kärnten.

Die frühere Sanierungsfall Stiefelkönig will den 2005 erzielten kleinen Gewinn heuer zu einem richtigen Turnaround ausbauen, sagt Kampelmüller. Mit derzeit rund 150 Filialen (inklusive Delka, TurboSchuh, Palazina und Feng Schuh) erreichte man einen Umsatz von etwas mehr als 125 Mio. Euro - "ein starkes Plus über dem Markt, wir haben also Anteile zurückgewonnen", so der Sanierer. Die Bawag hatte als Hausbank 2003 das Ruder von den Familien Herzl/Steinlechner übernommen, will die Kette langfristig aber nicht behalten. (Leo Szemeliker, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.2.2006)

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