Sektionschef Reiter stolpert über "EU-Atombombe"

10. Februar 2006, 09:00
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Leiter des Büros für Sicherheitspolitik im Verteidigungsressort forderte atomare Waffe für EU - Platter spricht von Vertrauensverlust

Wien - Die Forderung des Sektionschefs im Verteidigungsministerium, Erich Reiter, nach einer "EU-Atomwaffe" hat Konsequenzen nach sich gezogen. Er wurde mit "sofortiger Wirkung" als Leiter der Direktion für Sicherheitspolitik entbunden, berichtete die "Krone". Als Begründung für diesen Schritt nannte Verteidigungsminister Günther Platter (V) "Vertrauensverlust".

"Erich Reiters Verbleib in dieser wichtigen Funktion ist nicht mehr zulässig", hieß es laut "Krone" in einer Stellungnahme. Reiter werde aber weiter für das Ministerium tätig sein, in welcher Funktion wollte man im Ministernbüro auf Anfrage der APA allerdings nicht verraten. Der Sektionschefs hatte im "News" eine "EU-Atomwaffe" gefordert mit der Begründung, dass in Zukunft mit einem Atomkrieg zu rechnen sei. Platter wies diese Aussagen "schärfstens" zurück. (APA)

  • Sektionschef Reiter wollte eine "EU-Atombombe"
    foto: standard/urban

    Sektionschef Reiter wollte eine "EU-Atombombe"

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