Experten fürchten auch um heimische Gletscher

12. Juli 2006, 14:33
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Druck zur Erschließung oder Erweiterung von Gletscherskigebieten steige - Grafik

Salzburg - Der von Umweltforschern prognostizierte Klimawandel, der mit einem Anstieg der Schneegrenze verbunden ist, lässt Experten um die heimischen Gletscher fürchten: Wintersportgebiete in tieferen Lagen würden unattraktiv. Der Druck zur Erschließung oder Erweiterung von Gletscherskigebieten steige.

Flächenbrand befürchtet

Wenn der - grundsätzlich gute - Schutz der Gletscher irgendwo in den Alpen gelockert würde, könnte das zu einem Flächenbrand werden, befürchtet Peter Haßlacher vom Österreichischen Alpenverein. "Da belauert eine Skigebietsregion die andere. Wenn eine etwas bekommt, will es auch die andere haben." Die Wünsche zur Ausweitung von Gletscherskigebieten müsse man mit Argusaugen beobachten.

Reduktion der Treibhausgase unerlässlich

Ein düsteres Szenario zum Thema Erderwärmung malte am Donnerstag der renommierte Klima-Forscher Professor Mojib Latif von der Universität Kiel in Wien. Er wies darauf hin, dass eine Reduktion der Treibhausgase bis zum Jahr 2100 unerlässlich sei.

Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre sei "einmalig hoch, seit Menschen den Planeten bevölkern", so der Forscher. Die Klimaerwärmung ist keine dunkle Zukunftsvision, sondern längst allgegenwärtig. Und: "Es gibt niemanden, der bestreiten würde, dass der Klimawandel auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen ist". (APA)

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    Überblick: Dramatische Entwicklung des weltweiten Klimawandels mit Auswirkungen auf die Alpen.

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