Zertifikate: JPMorgan-Bonuszertifikat auf Brent Crude Oil

9. März 2006, 16:56
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45 Prozent Puffer und 120 Prozent-Bonuschance - Von Walter Kozubek

Viele Analysten gehen von weiteren Anstiegen des Ölpreises aus. Im Falle der Verschärfung des Iran-Konflikts war bereits von einem Ölpreis von 80 USD zu hören. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages scheint sich diese Gefahr jedoch abzuschwächen. Derzeit gibt der Ölpreis im Gleichklang mit vielen anderen Rohstoffen, deutlich nach.

Wer nicht unbedingt von einem markanten Kursanstieg des Ölpreises ausgeht, aber die fixe Meinung vertritt, dass der Ölpreis auch in den nächsten 3 Jahren zumindest nicht markant einbrechen wird, der könnte das neue JPMorgan Bonuszertifikat mit Cap auf Brent Crude Oil etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Als Basiswert für dieses Bonuszertifikat werden die an der Londoner ICE Futures gehandelten Brent Crude Oil Futures mit der jeweils kürzesten Restlaufzeit herangezogen.

Am 24.2.06, dem Festlegungstag wird der Ausgangswert fixiert. Die Schwelle des Bonuszertifikates wurde bei 55 Prozent des Ausgangswertes angesiedelt. Das Bonusniveau liegt bei 120 Prozent. Der Cap befindet sich bei 127,50 Prozent des Ausgangswertes.

Landet keiner der von der ICE Futures veröffentlichten Tagesschlusskurse während der Laufzeit des Zertifikates auf oder unterhalb der Schwelle von 55 Prozent, dann kann sich der Anleger auf jeden Fall über eine Rendite von 20% freuen, da das Zertifikat dann auf jeden Fall mit dem Bonuslevel getilgt wird. An weiteren Kursanstiegen des Basiswertes wird man nur bis zum Cap bei 127,50 Prozent beteiligt – egal ob der Ölpreis um 50 oder 70 Prozent zulegen kann.

Wird die Schwelle hingegen berührt, führt dies zum Verlust des Anrechts auf die Bonuszahlung. Das Zertifikat wird dann am Ende im Verhältnis zur tatsächlichen Performance, maximal jedoch mit 127,50 Prozent des Ausgabepreises zurückbezahlt.

Das JPMorgan-Bonuszertifikat auf Brent Crude Oil, ISIN: GB00B0XNWN25, Laufzeit bis 24.2.09 kann noch bis 24.2.06 mit 1.000 Euro plus 2 Prozent Ausgabeaufschlag gezeichnet werden.

Fazit: Von diesem Zertifikat werden sich Anleger angesprochen fühlen, die in Erwartung eines nachgebenden Ölpreises von den konstruktionsbedingten Vorteilen eines Bonuszertifikates profitieren wollen. Dem hohen Sicherheitspuffer steht auf jeden Fall der Cap, der bereits bei 127,50 Prozent die Gewinne stoppt, gegenüber. Anleger, die von weiteren Kursanstiegen des Ölpreises ausgehen, werden auch in diesem Fall wohl eher auf das ausreichende Angebot an Bonuszertifikaten ohne Cap zurückgreifen – auch wenn sie auf einige Prozentpunkte Sicherheitspuffer verzichten müssen.

Der Autor ist Herausgeber vom ZertifikateReport


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