Schweden: Lesbische Kandidatin könnte Erzbischöfin werden

31. März 2006, 12:58
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Hammar: Vertrauen für homosexuelle Kandidatin "in der Kirchengeschichte vielleicht einzigartig"

Stockholm - Die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennende Seelsorgerin Anna Karin Hammar ist in der engeren Auswahl für die Nachbesetzung des Amts des lutheranischen Erzbischofs in Schweden. Die 54-jährige Schwester des scheidenden Erzbischofs Karl Gustav Hammar sagte nach der Vorauswahl von fünf Kandidaten für das höchste Kirchenamt in Schweden am Mittwoch, sie sei glücklich, dass so viele der Kirchenvertreter es gewagt hätten, für sie zu stimmen.

"Es ist eine mutige Tat, für eine offen homosexuelle Frau als Erzbischöfin zu stimmen", so Hammar. Das Vertrauen, das ihr gegenüber dargelegt werde, sei "in der Kirchengeschichte vielleicht einzigartig", sagte die Erzbischof-Kandidatin laut der schwedischen Nachrichtenagentur TT.

Die meisten Stimmen in der Vorausscheidung für die Wahl am 15. März erhielt der Bischof von Växjö, Anders Wejryd. Unter den restlichen drei Kandidaten in der engeren Auswahl befanden sich zwei weitere lutheranische Bischöfe, von denen der Göteborger Bischof Carl Axel Aurelius allerdings bereits seine Kandidatur ablehnte. (APA)

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