Sms.at will sein Angebot um Spiele erweitern

19. Februar 2006, 19:20
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Seit 1998 in Österreich aktiv, ist die Internet- plattform sms.at seit ihrem Verkauf 2005 auch international präsent

Nach dem Verkauf an die britische Internetfirma iTouch im Juli vergangenen Jahres segelt der österreichische Mobilfunkdienstleister sms.at jetzt auf Internationalisierungskurs. Das Grazer Unternehmen, das 1998 mit dem - damals noch - Gratisversand von SMS via Internet begonnen hat, soll sein Geschäftsmodell und Know-how auch in die anderen Länder, in denen iTouch unter anderem mit seinen "Jippii-"Portalen vertreten ist, verwirklichen.

30 Mitarbeiter

"Wir sind jetzt im gesamten Unternehmen für den Bereich SMS verantwortlich", sagt Jürgen Pansy. Gründer, Ex-Miteigentümer und nunmehriger Geschäftsführer von sms.at. Zu den 30 Mitarbeitern vor dem Verkauf haben sich mittlerweile zehn weitere internationale Kollegen aus Deutschland, der Schweiz und Finnland gesellt. "Wichtig ist mir, dass wir weiter unseren Kurs fahren und auf organisches Wachstum setzen können", betont Pansy.

Betreuung aus Graz

Zu den rund 1,1 Millionen aktiven Usern in Österreich sind drei Millionen weitere hinzukommen, die von Graz aus betreut werden. Auch wenn das Ganze angesichts von sieben Cent pro SMS - von denen ca. zwei Drittel an Interconnections-Gebühren an die nationalen Mobilfunkanbieter abgegeben werden müssen - ein "Groscherlgeschäft" ist, lohne sich die Mühe. "Im vergangenen Jahr haben wir unseren Umsatz um 25 Prozent steigern können, heuer werden wir eine zweistellige Millionen-Euro-Zahl vorweisen", berichtet er.

Entertainment

Angegangen werden mit der Mutter gemeinsam auch neue Themen im Bereich Entertainment. In Vorbereitung sind so etwa auch für die heimische Klientel Computerspiele, die auf der sms.at-Plattform angeboten werden sollen. "Im Normalfall sind diese gratis. Es gibt aber auch die Möglichkeit gegen andere mit einem kleinen Einsatz zu spielen. Hier werden wir prozentual etwas mitnaschen", sagt Pansy. Wichtig ist ihm, dass es sich dabei um Spiele handelt, bei denen nicht Glück, sondern Geschicklichkeit entscheidet.

Einfach

Dass der SMS-Dienst via Internet von E-Mail-Lösungen am Handy oder Gratis-SMS-Angeboten der Mobilfunkprovider bald abgelöst werden könnte, befürchtet Pansy nicht. Zum einen liege nach wie vor in der Kürze die Würze, zum anderen sei das Handling der Webmessages nach wie vor viel einfacher als das Eintippen von SMS auf Mobiltelefonen.(Karin Tzschentke/DER STANDARD, Printausgabe vom 9.2.2006)

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sms.at

  • "Auch die mobile E-Mail kann die SMS nicht ersetzen", ist sms.at-Chef Jürgen Pansy überzeugt.
    foto: standard/corn heribert

    "Auch die mobile E-Mail kann die SMS nicht ersetzen", ist sms.at-Chef Jürgen Pansy überzeugt.

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