Offene Baustellen: Fußball-EM als Bewährungschance

16. März 2006, 17:04
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Nach der verpatzten Eishockey-WM kommt auf Laska das nächste große Sportereignis zu

Nach der verpatzten Eishockey-WM kommt auf Laska das nächste große Sportereignis zu Wien - Bereits 2005 wurden die Arbeiten im Büro von Stadträtin Grete Laska begonnen, noch im ersten Halbjahr dieses Jahres soll er fertig sein: der Bildungsplan für Kindergärten.

"Damit soll deutlich gemacht werden, dass der Kindergarten eine Bildungseinrichtung ist und welche Standards wir festgelegt haben wollen", sagt Laska. Die Stadträtin für Bildung, Jugend, Information und Sport will außerdem auch über einen derartigen Bildungsplan für Volksschulen diskutieren.

Frage nach den Schulstandorten

Heikel ist die Frage nach den Schulstandorten in Wien. Schließungen sind politischer Zündstoff, Laska gibt sich pragmatisch: "Bei einer derartigen Dichte von Schulen, wie wir sie in Wien haben, muss man sich sehr wohl überlegen, wie Schulraum genutzt wird." Nächste Standortfragen stehen bereits an. "Gerade im Bereich der inneren Gürtelbezirke vier bis neun haben wir sehr viele Standorte, denen nicht die Schülerzahl der früheren Jahre gegenüberstehen", sagt die SP-Politikerin.

Im Rahmen ihrer Sportagenden wartet der schwere Brocken Fußball-Europameisterschaft 2008. Laskas Ressort ist zuständig für die Sportstätte, also vor allem auch für das Stadion. Die Stadträtin ist punkto Sportgroßveranstaltungen ein gebranntes Kind. Die Organisationsmisere bei der Eishockey-WM im Vorjahr hat ein ramponiertes Image Wiens zurückgelassen.

EM-Dorf ist fix

Gemeinsam mit der UEFA und den anderen Austragungsorten arbeitet sie gerade am Host-City-Vertrag. "Er wird gerade verhandelt", sagt Laska. Die davon ausgeht, dass "er in den nächsten Monaten abgeschlossen wird". Der Vertrag schreibt fest, was neben dem reinen sportlichen Event noch in der Stadt stattfinden wird. Fix ist, dass es ein EM-Dorf gibt - wo, ist offen.

Wiener Wurstelprater

Bis zur EM könnte auch der Wiener Wurstelprater sein neues Gesicht zeigen. Die Masterplanung für das Gebiet soll im ersten Halbjahr 2006 fertig sein. Dabei, so Laska, gehe es um die Festlegung von Prinzipien und um einen Mix unterschiedlicher Angebote. Untersuchungen hätten etwa gezeigt, dass nur 20 Prozent der Riesenradbenützer weiter in den Prater hineingehen. Laska: "Das ist nicht unsere Zielsetzung. Man muss die Leute hineinlocken." (pm)

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