Brüssel geht gegen Musik-Verwertungsgesellschaften vor

27. März 2006, 15:09
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Marktmissbrauchs-Verfahren gegen die "Internationale Vereinigung der Gesellschaften von Autoren und Komponisten" eröffnet

Die EU-Kommission geht gegen europäische Musik-Verwertungsgesellschaften wegen Wettbewerbsverstößen vor. Ins Fadenkreuz der Wettbewerbshüter gerieten Verwertungs- oder Wiederverwertungsrechte für Internet-, Kabel-, und Satelliten-Übertragungen. Das teilte die Behörde am Dienstag in Brüssel mit. Die traditionelle Rechteverwertung werde hingegen nicht angegriffen.

Nur national möglich

Die Kommission stößt sich daran, dass Künstler ihre Rechte nur an ihre nationale Verwertungsgesellschaft übertragen können. Kommerzielle Nutzer müssten für jedes einzelne Land die Rechte beantragen.

Kartellrecht

Die Kommission eröffnete förmliche Marktmissbrauchs-Verfahren gegen die "Internationale Vereinigung der Gesellschaften von Autoren und Komponisten" (CISAC) und die jeweiligen nationalen Gesellschaften in den einzelnen Mitgliedstaaten.

Die Kommission kann gegen Unternehmen kartellrechtlich vorgehen, falls diese eine marktbeherrschende Stellung ausnutzen. Im schlimmsten Fall drohen bei solchen Verfahren Bußgelder in Höhe von zehn Prozent eines Jahresumsatzes.(APA/dpa)

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