Kollektivvertrag: Uni-Dachverband kritisiert GÖD-Entwurf

17. Juli 2006, 14:32
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Würde eine Rückkehr zu einer "nachhaltigen flächendeckenden Versteinerung der Personalstrukturen" bedeuten

Wien - Der Dachverband der österreichischen Universitäten (DV) kritisiert den Entwurf der Gewerkschaft öffentlicher Dienst (GÖD) für einen neuen Kollektivvertrag für Universitätsbedienstete. Mit dem Entwurf entferne sich die GÖD "weit von ihrem ursprünglichen konstruktiven und ergebnisorientierten Verhandlungsstil", hieß es am Sonntag in einer Aussendung des Dachverbandes.

Der GÖD-Entwurf sehe die Rückkehr zu einer "nachhaltigen flächendeckenden Versteinerung der Personalstrukturen vor". Zu einem Kündigungsschutz, der sogar noch stärker sei als bisher für die Beamten, würden Gehälter kommen, die höher seien als vergleichbare Gehälter in der Privatwirtschaft, kritisiert der DV. "Dies würde im Ergebnis zu einer Privilegierung einiger weniger auf Kosten des Großteils der Universitätsmitarbeiter und -mitarbeiterinnen, insbesondere des wissenschaftlichen Nachwuchses führen."

Demgegenüber bleibe der Dachverband bei seinem vor zwei Jahren erarbeiteten "zukunftsträchtigen und international konkurrenzfähigen Modell", das in den nächsten Wochen in einem verfeinerten Entwurf vorgelegt werde. Auf dieser Grundlage sei der Dachverband der Universitäten zu weiteren Verhandlungen bereit und fordere die Gewerkschaft zur Rückkehr an den Verhandlungstisch und zur "Vernunft im Interesse der Universitäten und aller ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auf", hieß es weiters. (APA)

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