Nachhaltig und doch profitabel

2. März 2006, 16:13
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Pensionskassen wird vorgeschrieben, beim Investieren auf nachhaltige Kriterien zu achten. VBV-Tochter Vinis nimmt sich des Privatanlegers an

Wien - Das neue Pensionskassengesetz, seit 23. September 2005 in Kraft, verlangt von den Pensionskassen ein Offenlegen ihrer Veranlagungspolitik, bei der ethische, ökologische und soziale Kriterien berücksichtigt werden sollen. Die VBV-Pensionskasse geht jetzt noch einen Schritt weiter und bietet ihre nachhaltigen Investment-Produkte, in die sowohl die VBV-Pensions- als auch die VBV Mitarbeitervorsorgekasse investieren, auch der breiten Öffentlichkeit an.

Dafür wurde eigens die Vinis Gmbh gegründet. "Mit Vinis wollen wir die nachhaltige Veranlagung fördern und die Kommunikation über diese Investmentform stärken", erklärt Vinis-Fondamanager, Wolfgang Pinner, im Gespräch mit dem STANDARD.

Vorträge, Publikationen und ein regelmäßiger Newsletter sollen auf das Thema Nachhaltigkeit in der Veranlagung aufmerksam machen.

Die Vinis-Fonds

  • Espa Vinis Bond

  • Espa Vinis Stock Global

  • Espa Vinis Stock Europe

  • Espa Vinis Stock Austria werden von der Erste Sparinvest Financial Advisors gemanaged und können seit Jahresbeginn von Privatanlegern gezeichnet werden. Eine Mindestinvestmentsumme gibt es nicht, Ansparen mit diesen Fonds ist möglich.
  • Ein Ethik-Beirat entscheidet, welche Papiere in die Fonds aufgenommen werden. Zu den Ausschlusskriterien zählen unter anderem Atomenergie, Kinderarbeit, Rüstung/Waffen und Tabak.

    Den Vorwurf, dass mit nachhaltigen Investments keine nachhaltige Performance möglich sei, lässt Pinner nicht gelten: "Studien, zuletzt etwa die von Marc Orlitzky, belegen immer wieder, dass nachhaltige Investments ebenfalls eine attraktive Performance aufweisen können."

    Fonds-Familie wächst

    Da viele Anleger bereits erkannt hätten, dass soziale und ökologische Themen künftig wichtiger für die Wertentwicklung einer Aktie werden, stockt die Bank Sarasin mit dem OekoSar Equity ihre nachhaltige Fondsfamilie auf.

    Dieser Fonds investiert hauptsächlich in unterbewertete kleinere und mittelgroße Unternehmen. "Den Kern stellen Investitionen in ausgewählte Themen und Branchen wie etwa Wasser, regenerative Energien, nachhaltiger Konsum und Mobilität sowie Gesundheit dar", erläutert Fondsmanager Arthur Hoffmann den Investment-Ansatz.

    Für den Fonds ausgeschlossen sind sämtliche "kritischen Geschäftsaktivitäten" (Rüstungsgüter, grüne Gentechnik etc.), sofern deren Anteil über fünf Prozent des Unternehmensumsatzes ausmachen. (Bettina Pfluger, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.2.2006)

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      Mit der Ökologie, aber auch mit Menschenrechten und anderen sozialen Bereichen im Einklang und dennoch profitabel - das versprechen nachhaltige Investments.

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