Telekom-Konzerne rüsten für Internet-Fernsehen

13. März 2006, 15:15
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Spanische Telefonica kauft Online-Senderechte für RTL-Kanäle

Die Telekom-Konzerne rüsten sich für das Internet-Fernsehen. Die spanische Telefonica hat sich die Online-Rechte für die RTL-Senderfamilie gesichert. Der Telekom-Konzern und die RTL-Gruppe, zu der auch Vox, Super RTL und RTL II gehören, hätten einen "Kabeleinspeisevertrag zur Weiterverwendung über DSL" abgeschlossen, bestätigen RTL-Manager dem "Spiegel". Der Start sei für das zweite Halbjahr 2006 geplant. RTL verhandele zudem mit weiteren Anbietern, darunter der Telekom, schreibt das Nachrichtenmagazin weiter. Auch ProSiebenSat.1, ARD und ZDF bestätigen Gespräche mit mehreren großen Telekommunikationsfirmen.

"Tripple-Play"-Angebote

Mit den schnellen DSL-Verbindungen kann Fernsehen auch über das Internet ohne Qualitätseinbußen digital verbreitet werden. IPTV (Internet-Protocoll-TV) gilt als kommender Wachstumsmarkt als Teil so genannter "Tripple-Play"-Angebote, die auch Online-Zugänge und Internet-Telefonie umfassen. Die Deutsche Telekom sicherte sich vor einigen Wochen die Rechte für Internet-Übertragungen von Spielen der deutschen Fußball-Bundesliga. Da sie allerdings keine Sendelizenz hat, wird sie sich um Partner bemühen müssen.

Telefonica bezahle RTL eine Gebühr für jeden IPTV nutzenden DSL- Kunden, heißt es im "Spiegel". (APA)

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