US-Behörde zensiert ihre Wissenschafter

12. Juli 2006, 14:35
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"Nature" bestätigt schwere Vorwürfe gegen NASA

New York/London - Nachdem die New York Times über Wissenschaftszensur durch die US-Behörde NASA berichtet hatte, bestätigte nun auch "Nature" die schweren Vorwürfe.

Klimaexperte James Hansen, Direktor des NASA Goddard Institute for Space Studies, hatte im Dezember auf der Tagung der US-Geologen aufgrund jüngster Forschungen einen sofortigen Aktionsplan zur dramatischen Reduktion der Treibhausgase aufgerufen, andernfalls drohe in Kürze ein Klimakollaps. Eine Botschaft, "die mit der derzeitigen US-Politik nicht in Einklang gebracht werden kann", schreibt das Journal.

Seit damals würden sämtliche Unterlagen, die Hansen für die Öffentlichkeit vorgesehen habe, von Mitarbeitern der Presseabteilung der staatlichen Behörde kontrolliert und zensiert, auch würden Journalistenanfragen abgeblockt. Steven Beckwith von der Johns Hopkins University, früher selbst bei der NASA, bestätigte in "Nature", dass die Behörde ihre Forscher aus politischen Gründen zensiere. (fei/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 4./5. 2. 2006)

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