ORF-Büro in China: Lindner für Neuausschreibung

13. März 2006, 16:39
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"Derzeit gibt es einen Stillstand" - "Unstimmigkeiten" über Vertragsgestaltung - "Artikel 7": Gespräche über Umgestaltung

Die Leitung des ORF-Büros in China soll neu ausgeschrieben werden. Diese Meinung vertrat ORF-Generaldirektorin Monika Lindner am Freitag bei der Sitzung des Publikumsrats. Für die Position war Helmut Opletal vorgesehen gewesen. Er zog allerdings seine Bewerbung zurück - nach Vorfällen, "die durchaus als Mobbing verstanden werden können", hatte kürzlich der ORF-Redakteursrat scharf kritisiert. Lindner will mit Opletal "möglichst bald das Gespräch suchen", betonte sie.

"Unstimmigkeiten"

Es habe "Unstimmigkeiten" unter anderem bei Opletals Vorstellungen über die Vertragsgestaltung gegeben, sagte Lindner. "Es war ein Hin- und Her." Die ORF-Presseaussendung Ende Dezember 2005, in der Opletals Bestellung als fix bekannt gegeben wurde, sei "nicht abgesprochen" gewesen. Zwar habe sie den Vorschlag von Rundfunk- und Informationsdirektor "abgezeichnet", aber "Tatsache ist: Zu Ende ist es eben erst, wenn der Vertrag unterschrieben ist".

Opletals Rückzug habe sie "mit Bedauern zur Kenntnis genommen", erklärte die Generaldirektorin. "Derzeit gibt es einen Stillstand, wenn sie so wollen." Man werde die Causa im Direktorium besprechen. "Ich bin der Meinung, man sollte jetzt einmal abwarten und neu ausschreiben."

"Artikel 7": Gespräche über Umgestaltung

Zur Dokumentation "Artikel 7 - unser Recht" über den Umgang Österreichs mit seiner slowenischen Minderheit bekräftigte Lindner, dass diese in ihrer vorliegenden Form nicht dem ORF-Gesetz entspreche. Gespräche über eine notwendige Umgestaltung zwischen den Filmemachern und der ORF-Redaktion seien "noch nicht sehr weit". (APA)

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