Kovats hält an Börsegang fest

29. Juni 2006, 20:14
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Industrieller zu Rückzug bei Unaxis: "A-Tec wächst so rasch, dass ich dort voll gefordert bin"

Wien - Der Industrielle Mirko Kovats hält an den Börseplänen für seine A-Tec-Gruppe fest. "Natürlich. Wir wollen an die Börse. Aber das ist erst 2007 oder 2008 realistisch", sagt Kovats im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Format".

Den überraschenden Ausstieg beim Schweizer Technologiekonzern Unaxis begründet er so: "Die A-Tec wächst so rasch, dass ich dort voll gefordert bin. Ein Konzern wie die Unaxis lässt sich da nicht so nebenbei betreuen."

Risiken höher als Chancen

Gerüchte, wonach er eine Fusion der beiden Unternehmen wollte, seine Partner Ronny Pecik und Georg Stumpf aber nicht, dementiert Kovats: "Nein. Wir haben das von Morgan Stanley prüfen lassen, und das Ergebnis war, dass die Risiken die Chancen überwiegen. Das war eine rationale Entscheidung."

Dass er, Kovats, eher mit der A-Tec verbunden sei, "war immer klar". Kovats: "Ich habe das Unternehmen selbst gegründet, halte jetzt 70 Prozent daran und kann mich darauf jetzt voll konzentrieren."

Geplant sei der Ausstieg bei Unaxis nicht gewesen, betont er. "Wie wir in der Schweiz eingestiegen sind, war die A-Tec zwei Drittel der Unaxis, jetzt ist es umgekehrt. Für 2006 erwarten wir bei A-Tec 1,7 Milliarden Euro Umsatz, da bin ich einfach gefordert."

Fairer Preis

Wie viel er für sein Unaxis-Paket bekommen hat, will Kovats nicht verraten. "Stumpf, Pecik und ich kennen ja sehr genau den Wert des Unternehmens. Da gibt es einfach einen fairen Preis, mit dem alle zufrieden sind.

Kovats' Industrieimperium A-Tec besteht aus den vier Unternehmensgruppen ATB Austria Antriebstechnik (Elektromotoren), Emco (Werkzeugmaschinen), Montanwerke Brixlegg (Metalle) und Austrian Energy (Umwelttechnik). (APA)

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