Steiermark ist "No Mozart Zone"

6. Juni 2006, 18:32
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"Gegenprogramm" für jüngeres Publikum, Export von "Irritations-Theater"

Graz - Die Umstände, dass der Steiermark-Bezug zu Mozart praktisch nicht vorhanden und die Übersättigung eines kritischen Publikums im Mozart-Jahr bereits groß ist, promotet die steirische Insytria Kultur-Service GesmbH: Die Steiermark und ihre Kunst- und Kulturszene wird als "No Mozart Zone" beworben.

"Nation gibt sich die Mozart-Kugel"

"Diese Initiative versteht sich als ausdrückliche Abgrenzung zum Mozart-Hype und verweist auf die Qualitäten des eigenen, jungen und avancierten kulturellen Angebotes", heißt es von Instyria. Geschäftsführer Bernhard Rinner: "Eine Kulturnation gibt sich die Mozartkugel, das ist Overkill at it's best." Kulturreferent LHStv. Kurt Flecker wirbt für die eigene junge Theater- und Literaturszene und um ein jüngeres und jung gebliebenes Publikum: "Die Steiermark ist eben ein Bundesland, das in Sachen unkonventioneller Kreativität schon öfter auffällig geworden ist."

"Little drama boyz"

Abgesehen von den Verweisen auf das eigene künstlerische Angebot, das sich heuer u.a. mit einem weiteren Jahresregenten, Robert Schumann - die "styriarte" wird mit den von ihm vertonten Szenen aus Goethes Faust unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt eröffnet - befasst, will man die "No Mozart Zone" auch exportieren: Die Theater-Formation "little drama boyz" ist gemeinsam mit Theater-im-Bahnhof-Regisseur Ed Hauswirt ab Februar in Österreich unterwegs, um "für Aufregung und Irritationen" zu sorgen.

Als Vehikel dient der Gruppe ein alter Ford Transit mit Dachzelt, mit dem an unterschiedlichsten Orten ein Lager zum Sammeln von Publikumsbeiträgen aufgeschlagen wird. Auftauchen wird die Truppe in Wien, Salzburg und anderen Städten. Außerdem soll eine begleitende Kampagne auf Plakaten und Megaboards an den Stadtausfahrten österreichischer Städte den Weg in die "No Mozart Zone" weisen. (APA)

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