Gefährlicher Wurm könnte schon bald voll zuschlagen

5. Februar 2006, 16:42
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Experten warnen: "Nyxem" aktiviert sich am 3. Februar und vernichtet Dokumente

Computer-Experten warnen vor einem neuen "Wurm". Der aggressive Virus wird demnach am 3. Februar (Freitag) aktiviert. Mit der Bezeichnung "Email-Worm.Win32.Nyxem.E" sucht sich das virtuelle Monster mit Vorliebe Dateien mit den Endungen .doc, .xls, .ppt, .zip, .rar, .pdf und .mdb. Anschließend überschreibt er die Files.

Verbreitet

Erstmals wurde der Wurm am 17.Jänner gesichtet, seine Verbreitung startete am selben Tag, "wobei dies bis zum 24 Jänner nur langsam voran ging", wie Ikarus Software am Mittwoch mitteilte. Im Gegensatz zu fast allen anderen Viren und Würmern weist der Nyxem.E jedoch eine Besonderheit auf: Von jedem infizierten System wird eine Nachricht an einen so genannten "Counter" im Web verschickt. Damit ist es erstmals exakt möglich zu bestimmen, wie viele Systeme tatsächlich vom Wurm infiziert wurden.

Zeitfragen

Der Wurm sucht auf allen Festplatten eines Computers oder Servers, aber auch auf externen Festplatten oder Storage-Systemen, selbst vor USB-Sticks, die am 3. Februar an ein infiziertes System angesteckt werden, macht er nicht Halt. Nachdem der Wurm den Start seiner Schadensaktivität an die lokale PC-Zeit knüpft, kann es bei falsch eingestellter Zeit, schon früher zu Schadensfällen kommen, warnte Ikarus.

Zugriffe

Laut "Counter" wurden bisher etliche Zugriffe aus Österreich registriert: Von der IKB-AS Innsbrucker Kommunalbetriebe, der Globecast Austria, von AON, tele.ring, T-Mobile Austria GmbH, der SIL-AT SILVER:SERVER GmbH sowie den Universitäten Graz, Innsbruck, Salzburg und Wien. Ikarus bietet unter folgender Homepage gratis ein Removal Tool an. (APA)

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