Feinstaubüberschreitungen in Österreich - Die gesetzlichen Grundlagen

20. Juli 2006, 13:18
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Wenn PM10-Belastungen über 50 Mikogramm pro Kubikmeter öfter als 30 Mal im Jahr vorkommen, müssen Maßnahmen folgen

Maßnahmen gegen die Feinstaubbelastung sind in Österreich gesetzlich im Immissionschutzgesetz Luft (IG Luft) geregelt. Dieses zielt auf die Konzentration der "größeren" Teilchen PM10 ab. Wird die höchstzulässige Konzentration an 30 Tagen im Jahr überschritten, müssen Maßnahmen folgen.

Herangezogen wird immer der Tagesmittelwert von PM10, der nicht über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter liegen darf. Wurde dieser in einem Jahr öfter als 30 Mal überschritten, muss spätestens 15 Monate danach ein Maßnahmenkatalog erstellt werden. Darin werden Gegenschritte, die sich unter anderem in Tempolimits oder Fahrverboten äußern können, festgelegt.

Industrie und Verkehr Hauptursache

Die kleineren Feinstaubpartikel PM2,5 werden von dem Gesetz nicht erfasst. Umweltorganisationen fordern dies immer schon seit längerem.

Laut einer im Vorjahr präsentierten Erhebung des Umweltbundesamtes (UBA) sind Industrie und Verkehr die Hauptverursacher von Feinstaub: Das UBA weist den Anteil der Industrie nach Erhebungen aus dem Jahr 2002 (aktuellste Daten, Anm.) bundesweit mit 39 Prozent, jenen des Verkehrs mit 20 Prozent aus. (APA)

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