• Senat, Gericht, Schadenersatz: Rechtsmittel gegen Diskriminierungen
  • 28. April 2008, 11:02
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    Die Anti-Diskriminierungskommissionen und -senate wurden an die schon bestehenden Gleichbehandlungsanwaltschaften angedockt, die sich um das Mann-Frau-Verhältnis in der Arbeitswelt kümmern. Rechtliche Basis der Zusatztätigkeiten ist das seit Juli 2004 geltende novellierte Gleichbehandlungsgesetz, mit dem zwei EU-Richtlinien umgesetzt wurden.

    Die neue Kommission zwei tritt gegen Benachteiligung in der Arbeit aus rassistischen, religiösen, weltanschaulichen Gründen sowie wegen höheren Alters oder sexueller Orientierung an. Die neue Kommission drei ist auf Diskriminierung bei Dienstleistungen aus rassistischen Gründen beschränkt. Kommission eins bearbeitet wie gehabt Mann-Frau-Fälle.

    Die Senate der Kommissionen erstellen Gutachten, doch wer wirklich Recht bekommen will, muss zu Gericht gehen. Dieses kann Schadenersatz für Kränkungen zubilligen, bei Belästigung von 400 Euro, bei sexuellen Übergriffen von 720 Euro aufwärts. (DER STANDARD, Printausgabe, 31.1.2006)

    • Das Gleichbehandlungs­gesetz als pdf-Datei.

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