Britische Regierung in der Rolle der Warners

22. März 2006, 19:28
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Aktueller Report vorgestellt: "Risiken des Klimawandels könnten sogar größer sein, als wir dachten"

London - Die britische Regierung hat vor einem Klimawandel durch den Ausstoß von Treibhausgasen gewarnt. In einem am Montag vorgestellten Forschungsbericht mit dem Titel "Gefährlichen Klimawandel vermeiden" wies die Regierung in London auf die Gefahr hin, dass wegen der Erderwärmung die Polkappen bereits im Laufe dieses Jahrhunderts abschmelzen könnten.

Dadurch würde der Wasserpegel der Meere gefährlich steigen. Premierminister Tony Blair sagte, es sei nun offensichtlich, dass der Ausstoß von Treibhausgasen zu einer beschleunigten Erderwärmung führe. "Aus dem vorgelegten Bericht geht klar hervor, dass die Risiken des Klimawandels sogar größer sein könnten, als wir dachten", sagte Blair.

Deutlicher Verweis auf umweltfreundliche Technologien

Der Bericht warnte vor schwerwiegenden Auswirkungen, sollten die Durchschnittstemperaturen um mehr als drei Grad steigen. Zudem wies das mehr als 400-seitige Dokument darauf hin, dass die Technologien, mit denen der Ausstoß von Abgasen verringert werden kann, möglicherweise preiswerter seien als bisher angenommen.

Der vorgestellte Bericht vereint die Forschungsergebnisse von Wissenschaftern, die im Februar 2005 im südwestenglischen Exeter zu einer Klimakonferenz zusammengekommen waren. Beim G-8-Treffen 2005 unter dem Vorsitz Großbritanniens hatte Blair den Klimawandel zu einem wichtigen Thema gemacht. (APA)

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