Deutscher Wein auf der Überholspur

15. März 2006, 14:40
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2005 haben die Deutschen um fünf Prozent mehr deutschen Wein eingekauft. Weine aus dem Ausland verloren hingegen rund zwei Prozent

Mainz - Deutscher Wein hat im Wettbewerb mit ausländischen Angeboten im vergangenen Jahr deutlich aufgeholt. Dies geht aus den am Freitag veröffentlichten Marktdaten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervor. Sie wurden im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI/Mainz) erhoben. Danach haben die Deutschen im Lebensmittelhandel, inklusive der Discounter, 2005 fünf Prozent mehr Wein deutscher Herkunft eingekauft als 2004. Weine aus dem Ausland verloren dagegen rund zwei Prozent.

Der gesamte Weinmarkt in Deutschland ist im gleichen Zeitraum nach den GfK-Zahlen in der Menge leicht gewachsen. "Diese Zahlen bestätigen einen allgemein festzustellenden Trend zu einer größeren Wertschätzung unserer Weine", sagte DWI-Geschäftsführer Armin Göring.

Durchschnittspreise leicht rückläufig

Die Durchschnittspreise, die 2005 im deutschen Handel für Wein erzielt wurden, waren laut Weininstitut leicht rückläufig. Sie verringerten sich für Wein insgesamt um sieben Cent auf 2,32 Euro pro Liter. Für den deutschen Wein zahlten die Verbraucher im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,41 Euro pro Liter (minus 12 Cent), im Vergleich zu 2,27 Euro pro Liter (minus 4 Cent) für Auslandsweine.

Die deutschen Erzeuger konnten jedoch nach Angaben des Weininstituts auf Grund der erzielten Absatzsteigerungen den Umsatz stabil halten. Die ausländische Konkurrenz musste einen Umsatzverlust von vier Prozent hinnehmen. Die Marktanteile für deutsche Weine lagen 2005 nahezu stabil bei 37 Prozent im Wert (plus 1 Prozent) und rund 36 Prozent in der Menge (plus 1,6 Prozent). Der Direktbezug vom Erzeuger ist in diesen Zahlen nicht enthalten.

Der Rotweinkonsum stabilisiert sich laut DWI auf hohem Niveau und lag mit einem Anteil von 55,5 Prozent im vergangenen Jahr in etwa auf Vorjahrsniveau. Die Weißweine kommen auf einen Marktanteil von 36,3 Prozent und Roséweine auf 8,2 Prozent. (APA/dpa)

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