"Dunkler Typ" attackierte Generalsekretär Klement

1. Februar 2006, 17:27
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Unbekannter stürmte in Klagenfurter FPÖ-Zentrale und soll Politiker mit Pfefferspray besprüht haben - Keine ernsten Verletzungen

Klagenfurt - Der freiheitliche Generalsekretär und geschäftsführende Kärntner FPÖ-Obmann Karlheinz Klement ist am Montag Opfer eines Überfalles geworden. Er wurde in den Räumlichkeiten der FPÖ-Zentrale in Klagenfurt von einem Unbekannten vermutlich mit Pfefferspray besprüht.

"Noch nie zuvor gesehen"

Klement hat bei der Attacke keine ernsten Verletzungen erlitten. Er wurde ins LKH Klagenfurt gebracht, wo seine Augen versorgt wurden, der Angreifer hatte ihn im Gesicht getroffen. Nach ambulanter Behandlung konnte er das Spital wieder verlassen und kehrte in das Parteibüro der FPÖ am Feldmarschall-Conrad-Platz zurück. "Ich habe den Menschen noch nie zuvor gesehen", sagte Klement. Er könne auch nicht sagen, ob der Mann, der vor dem Parteilokal Anti-FPÖ-Parolen geschrien hatte, allein gewesen sei.

"Ein Ding"

"Plötzlich hat er ein Ding auf mich gerichtet, das wie eine Spielzeugpistole ausgesehen hat", berichtete Klement. Dann sei er mit einer transparenten Flüssigkeit im Gesicht besprüht worden, die in den Augen höllisch gebrannt habe. Im ersten Moment habe er überhaupt nichts mehr sehen können, inzwischen habe sich die Situation aber wieder gebessert.

Kommt öfter vor

"Ich habe dem Mann keine Beachtung geschenkt, weil so etwas öfter vorkommt", meinte Klement. Der Täter dürfte zwischen 30 und 40 Jahre alt sein, von ihm fehlte vorerst jede Spur. Der FPÖ-Generalsekretär wurde am Nachmittag von der Polizei einvernommen, eine erste Fahndung nach dem Unbekannten blieb ohne Erfolg.

Zeugin Trattnig

Die frühere FPÖ-Spitzenpolitikerin Kriemhild Trattnig hatte sich telefonisch bei der APA gemeldet und den Vorfall geschildert. Demnach hatte am späten Vormittag ein rund 40-jährige Mann das Parteibüro am Feldmarschall-Conrad-Platz nahe dem Klagenfurter Stadtzentrum betreten und den dort anwesenden Klement im Beisein zweier Mitarbeiter auf das Wüsteste beschimpft.

"Dunkler Typ"

Klement habe den Unbekannten daraufhin aus der Türe gedrängt und diese geschlossen. Kurz darauf sei der Mann wieder in den Raum gestürmt, habe auf den Politiker eine Pistole oder möglicherweise eine Pfefferspraydose gerichtet und ihm ins Gesicht gespritzt. Daraufhin habe der Mann, der als "dunkler Typ" beschrieben wurde, die Flucht ergriffen.

Entsetzen

Die Mitarbeiter der FPÖ-Zentrale alarmierten unverzüglich die Polizei, die wiederum die Rettung verständigte. Trattnig erklärte, Klement habe sie aus dem LKH Klagenfurt angerufen, wo zuallererst seine Augen untersucht würden. Weitere Einzelheiten waren vorerst nicht bekannt. Die frühere Zweite Kärntner Landtagspräsidentin zeigte sich entsetzt über die Zunahme der Gewalt in verbaler und physischer Hinsicht. (APA)

  • Karlheinz Klement
    foto: standard/corn

    Karlheinz Klement

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