SUN überlegt Veröffentlichung von Solaris unter der GPL-Version 3

7. März 2006, 14:40
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Zusätzlich zur eigenen CDDL - Würde Einbau von Solaris-Komponenten unter Linux ermöglichen

Erst vor wenigen Monaten als Open Source freigegeben, überlegt der Computerhersteller SUN derzeit recht lautstark die Lizenzbedingungen für Solaris weiter zu lockern. So bringt Sun-Präsident Jonathan Schwartz höchstpersönlich in seinem Weblog die Möglichkeit eine Doppel-Lizenzierung ins Gespräch.

Lizenzen

Bei diesem Modell würde man die eigene Common Development and Distribution License (CDDL) beibehalten, zusätzlich aber den Code auch unter der GNU General Public License 3 (GPL) lizenzieren. Dies hätte vor allem den Vorteil, das zentrale Code-Teile von Solaris wie DTrace oder ZFS auch unter Linux zum Einsatz kommen könnten. Auf diese Weise müsse man nicht immer wieder unnötig das "Rad neu erfinden", zeigt sich Schwartz von den Vorteilen überzeugt.

Kritisch

Die von SUN für Solaris gewählte CDDL war in der Vergangenheit immer wieder Anlass für massive Kritik, da sie dazu führt, dass unter Linux zentrale Solaris-Dienste nicht übernommen werden können, während SUN selbst massiv von bei der "Konkurrenz" entwickelter Software profitiert. Eine jetzt angedachte Doppellizenzierung wird allerdings wohl auch nicht von heute auf morgen passieren, schließlich soll die GPL v3 selbst erst Anfang 2007 fertig sein. Auch befindet sich der Diskussionprozess bei der eigenen Firma laut Schwartz erst am Beginn.

Hardware

Unterdessen ist auch noch nicht endgültig entschieden, unter welcher Lizenz der Computerhersteller seine neuen "Niagara"-Prozessoren veröffentlichen wird. Derzeit tendiere man aber stark zur GPL, so der Sun-Präsident. (red)

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