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21. Juni 2006, 15:13
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Immobilien-Lehrgänge reagieren auf den Mangel an qualifizierten Fachkräften in der boomenden Branche

Wien - Die Immobilienbranche ist in den vergangen Jahren nicht nur gewachsen sondern hat vollkommen neue Jobs geschaffen. Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften, die sich im weltweiten Rechte- und Wirtschaftsdschungel zurechtfinden, ist in Österreich - wie in der gesamten EU - weiter im Zunehmen. Neben Neu- und Umbauprojekten liegen Vorsorgeimmobilien und weltweite Immobilien-Investitionsgeschäfte anhaltend im Trend.

Wenig Ausbildungsmöglichkeiten

Noch vor wenigen Jahren gab es in Österreich kaum Ausbildungsmöglichkeiten für Immobilienberufe, meistens wurden Mitarbeiter direkt in der Wirtschaft eingeschult. Fortbildungen wurden lediglich in Tagesseminaren angeboten.

Uni-Lehrgänge

Seit 1989 bietet die TU Wien viersemestrige Universitätslehrgänge für Immobilientreuhandberufe an. Mittlerweile wurde das Angebot um einen postgradualen Master-Lehrgang erweitert.

Der Grund-Lehrgang Treuhandwesen und Liegenschaftsmanagement bildet zur/zum "akademischen ImmobilienberaterIn und LiegenschaftsmanagerIn" aus. Die Kurse sollen mit dem Umfang von Immobilienprojekten vertraut machen. Alle Stadien vom Grundkauf, die Planung, die Bauphase, die Vermarktung und die Beratung sollen vermittelt werden. Die AbsolventInnen sollen befähigt werden, auch knifflige und umfassende Liegenschaftsaufgaben eigenständig zu lösen.

Berufsbegleitende Ausbildung

Unter anderem sollen die AbsolventInnen lernen, Mietverträgen zu gestalten, Immobilien einzuschätzen, steuerliche Rahmenbedingungen auszuschöpfen, den Market zu erkennen und gewinnbringende Strategien zu entwickeln. Der Lehrgang wird als berufsbegleitende Ausbildung empfohlen. Vermittelt werden die Kenntnisse durch Vorträge von ausgewählten Fachleuten aus der Wirtschaft. Die Praxiszeit für den Befähigungsnachweis für das Gewerbe des Immobilientreuhänders reduziert sich für die Lehrgangsabsolventen auf ein Jahr.

In einem postgradualen Master-Lehrgang Immobilienmanagement und Bewertung kann schließlich der akademische Grad "Master of Science (Real Estate - Investment and Valuation)" erlangt werden.

Fachkräfte mit Wert

Um den Wert der ausgebildeten Fachkräfte am Arbeitsmarkt zu heben, haben der Verband der Immobilientreuhänder (ÖVI) und das Österreichische Normungsinstitut Zugangsbestimmungen und Ausbildungsnormen für einige Immobilienberufe festgelegt. Damit wurde ein qualitativer Mindeststandard für die Ausbildung in Österreich festgelegt. Angestrebt wird für den gesamten EU-Raum künftig eine Vereinheitlichung der Ausbildung und eine genormte Befähigung. (red)

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